StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | 
AutorNachricht

RUDELLOSER WOLF
avatar


Yuin Sawee ist anders. Die Albino lebt beinahe seit ihrer Geburt vor 4 Jahren alleine und abgeschieden. Sie ist ein Rabenwolf und der Umgang mit ihr ist schwer, denn ein einsamer Wolf ist kein ganzer Wolf mehr.

Momentan streift Yuin einsam durch den Nordwald.






BeitragThema: Yuin Sawee   Do 10 Jan - 4:10




NAME: Yuín "Kimama" Sawee
TITEL: Titel des Wolfes (optional)
ALTER: 4 Jahre
UNTERART: Russischer Wolf

RUDEL: Einzelläuferin
RANG: -



"From the dawn of time to the end of days I will have to run, away."


HERKUNFT: Yuin wurde weit fern von Kamcatka geboren. Ihre Eltern waren die Leitwölfe des Rudels, leider hat sie kaum Erinnerungen an ihren Vater oder ihre Geschwister. Der Name ihrer Mutter lautete Helaku.

VERGANGENHEIT: Es war Frühling, als die Welpen zur Welt kamen. Ein blühender Frühling, erfüllt von den Freuden der Neugeburt. So schmerzvoll der Schrei der Wölfin auch klang, für das Rudel war es der Gesang des Glücks Ein Lied, das ihren Verband jedes Jahr aufs Neue stärken würde. Doch dieses Mal war es anders. Etwas war anders. Jemand war anders.
Als Helaku ihren Blick über die Jungen schweifen ließ, fiel ihr auf, dass eines nicht aussah, wie es sollte. Während die Geschwister in dem üblichen sandfarbenen Erdton an ihrem Bauch kuschelten, strahlte dieses kleine und zerbrechliche Wesen und einem reinen Weiß. Sie wusste, dass im Norden des Landes Wölfe siedelten, die eine ähnliche Fellfarbe trugen, doch noch nie hatte sie solch einen zur Welt gebracht. Trotzdem liebte sie dieses Junge, säuberte es wie die anderen. Und das obwohl sie sich über die Reaktion ihres Gefährten sicher war. Einen Dämon würde er nicht nur sie, sondern auch den Welpen schimpfen. Unrein. Er würde nicht scheuen, sie alle zu töten. Also tat sie alles daran, dieses eine Kind zu verstecken.
Die Jungen wuchsen schnell heran, sie waren allesamt kräftig und lebendig. Nur die weiße Schwester behielt ihren zierlichen Körperbau.
Und so vergingen Tag und Nacht, Sonne und Mond gingen auf und unter, bis die Zeit kam, an der die Welpen ihre Augen öffneten. Gespannt beobachtete Helaku, wie sie nach und nach das Dunkel der Höhle erblickten, eines wundervoller als das andere. Nur schwach leuchtete das trübe Bernstein, doch es war erkenntlich. Die Wölfin erfreute sich an diesem Anblick. Vorsichtig schob sie die Weiße vor sich und wartete darauf, dass auch sie ihre Augen aufschlug. Doch es dauerte. Obwohl ihre Lider nicht mehr geschlossen waren, irrte sie noch immer blind umher.
Nach weiteren vier Tagen schlug Yuin Sawee ihre Augen auf. Sie wollte herausfinden, woher das goldene Licht kam. Als Helaku das tiefe Rot sah, erschrak sie. Noch nie hatte sie einen derartigen Wolf gesehen. Noch nie in ihrem gesamten Leben. Doch sie blieb stark, beschützte den Welpen, bis der Wurf begann, das Außerhalb der Höhle zu erkunden. Yuins Geschwister spielten mit ihr wie mit jedem anderen. Sie selbst war sich nicht über ihre Einzigartigkeit bewusst.
Es war der Tag, an dem sie zum ersten Mal ans Tageslicht trat. Der Tag, an dem auf einmal jeder von ihr erfuhr. Ein weißer Wolf mit roten Augen. Das Rudel fürchtete das zierliche Wesen und der Leitwolf fühlte sich enterbt. Er wollte sie töten. Doch Helaku war der Meinung, dass es dieses Gut zu schützen gab, diese „Laune der Natur“, wie sie es nannte. Ein Streit entfachte und in seiner Wut gab der Leitwolf alles daran, auch die Wölfin aus dieser Welt zu verbannen. Und so kam es, dass sie floh. Sie packte ihren Welpen und lief fort.
Doch ein einziger Wolf kann niemals alleine einen Welpen ernähren. Es war hart. Yuin musste schon früh Verantwortung für sich selber übernehmen, musste sich schon viel zu früh daran üben, ein Kaninchen zu reißen. Helaku lehrte sie alles, was sie wissen musste. Dass sie Gejagte waren. Dass viele Wölfe sie suchen und töten würden. Dass sie niemals allein sein würde. Letzteres war mehr ein Versprechen, das nie gehalten wurde. Schon bald verließ Helaku die Kraft, als ein eisiger Winter das Land rüttelte und schüttelte und in Fetzen riss. Von da an war Yuin ein einsamer Wolf. Sie kehrte um und lief zurück. Doch welchen Wölfen sie auch begegnete, überall schickte man sie fort. Selbst die anderen weißen Wölfe, denen sie begegnete, scheuten bei dem Anblick der roten Augen zurück.
So kam es, dass Yuin zu einem Rabenwolf wurde. Einer, der den Aas anderer isst, ein Streuner, ein Einzelläufer, ein Verrufener.


"This deadly burst of snow is burning my hands, I’m frozen to the bones."


AUSSEHEN: Jeder Wolf ist etwas besonders. Jeder Wolf ist ein Unikat, wundervoll und unersetzlich in seiner Einzigartigkeit. Doch Yuin Sawee ist anders. Sie ist nicht besonders, sie ist speziell. Anstatt des strahlenden Bernsteins, das den Rest ihres Rudels erleuchtete, so blickt man nur in ein trübes Rot, wenn man ihre Augen betrachtet. Etwas, das auf einen Unwissenden einen gefährlichen Eindruck machen kann. Aber es ist nicht nur das, auch dem Rest ihres Körpers fehlt jegliches farbliche Pigment. Sie leidet unter den Folgen des Albinismus, der sich nur so selten durchsetzt, das sie wohl weit und breit mit ihrem Aussehen die Einzige ist. Und genau das ist es, was sie damals zur Außenseiterin machte. Während ihre Eltern, Brüder und Geschwister zumeist von einem wilden Erdton gezeichnet waren, strahlte sie in einem Perlweiß, wie es selbst bei Polarwölfen nur selten der Fall ist. Doch das ist noch lange nicht alles, auch die Beschaffenheit ihres Fells ist seidiger und strähniger. Manch einer mag es nun wagen, an Schönheit zu denken, ja gar Begeisterung zu empfinden für diese Laune der Natur. Doch es ist alles andere als das. Ein Segen auf dieser Seite, ein Fluch jedoch auf der anderen. Mit den fehlenden Pigmenten kommt auch ein fehlender Schutz vor UV-Strahlung. Und so wurde Yuin zu einem Kind der Nacht, das sich nur in der Sicherheit dunkler Schatten ans Sonnenlicht wagte.
Die Jahre in Einsamkeit haben nicht nur ihren Charakter gezeichnet, auch ihr Körper trägt schwere Folgen. Narben, die sich wie ein matt schimmerndes Muster über ihre Haut ziehen. Größere und kleinere, tiefere und nur oberflächliche.
Die kleine Wölfin war schon immer von zierlicher Gestalt, mittlerweile ist sie stark abgemagert. Nicht nur die Rippen, auch die Hüftknochen treten deutlich unter dem zerzausten Pelz hervor. Auf andere wirkt Yuin wohl eher abstoßend, alles an ihr schreit nach einem Wolf, der sich das Aas mit den Raben teilt.

SCHULTERHÖHE: 72 cm
GEWICHT: ca 35 kg
BESONDERES: Besonders. Schwer zu definieren, dieser Begriff. Besonders im Sinne von unkonventionell trifft es mit Sicherheit. Abgesehen davon, dass die Wölfin unter der seltenen Erbkrankheit des Albinismus leidet trägt ihr Körper auch die Zeichen des Lebens als Einzelkämpferin. Narben, größere und kleinere, zeichnen sich matt schimmernd auf der empfindlichen Haut ab, sind jedoch nur bei genauerem Hinschauen sichtbar.


"A soldier on my own, I don’t know the way. I’m riding up the heights of shame."


CHARAKTER: Yuín Sawee ist sicherlich kein gewöhnlicher Wolf. Und das weiß sie auch. Doch um das nachvollziehen zu können, sollte dir ihre Vergangenheit bekannt sein. Zwar lässt sich aus dieser keinesfalls ihr Charakter schließen, doch wird es sehr hilfreich sein. Denn ein jeder anderer Wolf wäre an solch einem Schicksal zugrunde gegangen, den hätte der Wahnsinn gepackt, nieder gerungen und dem Tod überlassen. Jeder andere Wolf mit solch einem Schicksal wäre ein eisiger Einzelläufer geworden, aggressiv, gewissenlos. Ein Räuber eben, der sich nicht scheut seinen Hass und seine Wut auf alles los zu lassen, was ihm zu nahe kommt. Yuin ist da anders. Deshalb wage ich es auch, zu behaupten, sie sei etwas besonderes. Auch, wenn sie dies ohnehin schon ist, so spielt ihr Charakter eine weiter große Rolle in ihrer Einzigartigkeit.
Wenn man ihr durch und durch facettenreiches Wesen nur oberflächlich betrachtet, so ist anzunehmen, dass man sie für einen einfachen Wolf hält. Einseitig, ja gar leblos. Denn wo es andere an Reizbarkeit überlaufen, so fehlt es ihr an eben dieser. Sie ist abgehärtet. Nichts besonderes mehr, in dieser Welt. Ein Panzer aus Eisen, der sich liebevoll an ihren Körper und um ihren Geist schmiegt. Ohne diesen Schutz wäre sie nicht wer sie heute ist. Sie wäre ganz anders. Und genau deshalb erhält er noch immer einen so hohen Stellenwert in ihrem Leben. Ihn aufrecht zu erhalten kostet Kraft, doch mittlerweile ist es, als sei er bereits fest mit ihrer Haut verwachsen. Eine Maske könnte man meinen, ebenfalls so üblich wie ein Tannenzapfen in einem Wald. Aber diese ist anders. Sie liegt weiter unter ihrem Fell, tief vergraben. Eine beinahe transparente Schicht, die ihren Verstand zusammen hält. Undurchschaubar ist sie also nicht. Im Gegenteil. Sie gibt sich nicht einmal Mühe, undurchdringlich zu werden. Dafür gibt es keinen Grund. Die Schwierigkeit besteht nicht darin, sie zu erkennen, sie besteht darin, Yuín zu verstehen. Und das ist der Punkt, an dem ihre Vergangenheit ins Spiel kommt.
Yuín war schon immer eine Einzelkämpferin. Eine Ausgestoßene, abgeschieden von jeglicher Zweisamkeit der sonstiger Gesellschaft. Stets auf sich allein gestellt bestritt sie ihr gesamtes bisheriges Leben. Wie ich bereits erwähnte wäre so manch anderer daran zerbrochen, Yuín jedoch fand einen Weg hinaus aus ihrer Einsamkeit. Man kann meinen, ein wenig Wahnsinn hat es gebraucht, um so stark zu werden. Ja, hier und dort lässt die Wölfin sich als ein wenig verrückt beschreiben. Denn wo ein Artgenosse fehlte, da hatte sie nur sich selbst. Sich, die Natur, die sie umgab und die Tiere, mit denen sie reiste. Raben, Ratten, Aasgeier. Zeiten, die ihr, aus anderen Augen betrachtet, einen Hauch Verwirrung eingeflößt haben. Nun bist auch du verwirrt? Verständlich. Wovon ich spreche sind nicht nur Selbstgespräche, die sich ab und an zu getragen haben. Dadurch, dass sie nie wirklich Teil eines Rudels war, war es ihre Aufgabe, die Welt zu erfassen und zu erklären. Und so schuf sich Yuín quasi ihr eigenes Weltbild. Manchmal ist es dann, als lebe sie in einer komplett anderen als wir es tun. Sie sieht die Dinge auf ihre Weise, und die unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Ansicht anderer Wölfe. Eine Tatsache, die den Umgang mit ihr nur noch komplizierter machen könnte. Doch, wie oben schon erwähnt, ist sie keineswegs einseitig oder einfach gestrickt. In dieser zierlichen Gestalt steckt so viel mehr.
Wer sie ein erstes Mal sieht, wir nicht viel von ihr mitbekommen. Ihr ganzes Leben mied sie den Kontakt zu anderen Wölfen und auch heute noch fällt es ihr schwer, sich in deren Nähe aufzuhalten. Anstatt jedoch ihr „Revier“ zu verteidigen gibt sie sich geschlagen. Sie zieht den Schwanz ein, demütig, ängstlich, bewusst darüber, was passieren könnte. Oftmals versteckt sie sich einfach, hofft darauf, ungesehen zu bleiben. Eine Flucht ist es also gewesen, dieses Leben. Eine endlose Reise ohne Ziel. Heimatlos, auf ewig. Und so gehört die Wölfin eher zu den zurückgezogeneren ihrer Art. Sie hält sich in den Schatten auf, bewegt sich unmerklich, wie ein Geist. Mit anderen zu sprechen fällt ihr schwer. Ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen hat sie auf diese Weise jedoch nie gelernt, ein weiterer Punkt, der sie in dem Erschaffen eines eigenen Universums unterstützte. Ebenso bleibt sie diskret, erwartet nicht viel von anderen Wolf, genau genommen sogar gar nichts. Sie hat keine Erwartungen. Diese Eigenschaft lässt sich positiv wie auch negativ werten. Enttäuschungen kennt sie nicht. Etwas, dass sie sanft vom Unglücklichsein fort trägt. Sie zu beeindrucken ist umso einfacher. An jeder noch so schönen Kleinigkeit kann Yuín sich erfreuen. Ihr Urteilsvermögen mag unter dieser Entwicklung leiden, doch wurde diesem ohnehin kaum Reife abverlangt. Rein intuitiv, nennt die weiße Wölfin das. Missmut, würde ich es nennen. Sich selber traut sie kaum etwas zu. Ihre Grenzen wurden seid ihrer Geburt getestet, überdehnt und zerbrochen, so dass sie diese nur noch als Schatten in ihren Erinnerungen mit sich trägt. Das Risiko meidet sie, um so nicht Gefahr zu laufen, aus ihrer Welt geschleudert zu werden. Denn, obwohl sie stets in einem Kampf mit Hunger, Tod und Wahnsinn lebte, so meidet sie es doch, dem Bösen und Schlechten dieser Erde ins Gesicht zu blicken. Sie sieht weg, verbirgt sich davor, verschwindet immer mehr. Beinahe kindisch kann man dieses Verhalten nennen, nicht auf diese naive Art und Weise, sondern eher in Richtung Trotzreaktionen gegenüber der Wirklichkeit wie andere sie erleben.
Aber auch dies alles umfasst nur einen großen Aspekt ihres Charakters. Ihre Handlungen nachvollziehen zu können, dazu fehlt dir noch einiges an Wissen. Etwas davon kann ich dir noch immer näher bringen.
Man kann Yuín nämlich auch knacken, ohne dass ihre Schale zu Bruch geht. Indem man sie hervor lockt. Dann, ja nur dann, zeigt sich ihr wahres Wesen. Ungeduldig, hibbelig, lebendig. Eine aufgeweckte Wölfin ist sie immer, doch ihre Schüchternheit und der Drang, sich zu verkriechen, sind meist stärker. Wenn sie jedoch ganz sie selbst ist, dann ist sie ein alles in allem fröhlicher, aufgeweckter Fellknäuel, der kaum still an einer Stelle stehen kann. Doch so schnell wie diese wahre Glückseligkeit kommen kann, so schnell kann sie auch wieder in die tiefe Mulde rutschen, die all die Jahre in Isolation und Einsamkeit in das Wesen der Weißen geschlagen haben. Was den sozialen Umgang mit anderen angeht, so ist hier auf jeden Fall noch ausbaubedarf. Schließlich lebte sie stets auf sich allein gestellt. Ein ab und zu übereifriger Egoismus ist also nicht auszuschließen. Und obwohl sie eher die Ohren anlegt, scheut sie sich doch nicht, ihr Recht zu verteidigen. Ihr geht es darum, Gefahren aus dem Weg zu gehen. Und wer ist wohl eine größere Gefahr, der Hunger oder dieser daher gelaufene Streuner? So kann es sein, dass Yuín unangemessen reagiert, dass sie sich eben auch mal aggressiv zeigt, ganz plötzlich. Schwach ist sie nämlich keineswegs. Im Gegenteil. Selten habe ich so einen starken und klugen Verstand gesehen.
Alles in allem bewegt sie sich jedoch eher behutsam durch die Welt, als wäre es nicht sie, deren Geist jeden Moment nachgeben könnte, sondern die Erde, auf der sie sich bewegt. So lenkt sie ihr Leid geschickt auf jemand anderen. Etwas, dass sie auch unbewusst bei Artgenossen anwenden kann. Anspruchslos und anpassungsfähig haben sie die langen Reisen gemacht. Auch wenn sie noch so fragil erscheint, selten lässt sie sich von einer Situation unterkriegen und sich in Verzweiflung ertränken. Zwar sind ihre Entscheidungen nicht immer oder sogar nur selten die richtigen, doch lernt sie schnell, mit den Begebenheiten umzugehen.

STÄRKEN & SCHWÄCHEN: + anpassungsfähig; anspruchslos; klug; lässt sich leicht beeindrucken;
- verrückt (ein wenig); lebt in ihrer "eigenen" Welt; mit Artgenossen sprechen/agieren; versteckt sich vor der Wahrheit
VORLIEBEN UND ABNEIGUNGEN: + allein sein; die Sterne beobachten; laufen;
- allein sein; hungern; Spott; Grausamkeit




_________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen



 
Seite 1 von 1

-