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LEITWOLF DES NORDRUDELS
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Viele Schicksale musste Kosakan im letzten Jahr als Leitwolf des Nordrudels ertragen und doch hat er seine Standhaftigkeit noch immer nicht verloren. Der vierjährige Rüde sieht sich nicht nur als bloßer Anführer, sondern auch als Freund des Rudels und stellt das Wohl der Gemeinschaft weit über sein eigenes.


Kosakan - Raigho






BeitragThema: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 7 Apr - 6:46






Viele Veränderungen hat der Januar gebracht, aber auch viele neue Gesichter, die die Gemeinschaften stärken würden, so hofften es die Leitwölfe der beiden Rudel. Doch nicht jeder Wolf würde seinen Platz in der Gemeinschaft so schnell finden und wer wusste schon was diese einsamen Wölfen antrieb. Der Winter hatte sie dazu getrieben sich anzuschließen um überleben zu können. Einige hatten Verluste zu beklagen und waren einsam, andere stand der Sinn nur danach zu bleiben bis es Frühling wurde und dann wieder weiterzuziehen. Wer blieb und ein fester Teil des Rudels werden würde war noch ungewiss.

Das Nordrudel

Gewiss war, dass Tokala mit ihrem Erscheinen das Nordrudel gerettet hatte, indem sie die Wölfe um Kosakan zu den Rentieren brachte, die ihr Glück an den heißen Quellen gesucht hatten, denn auch sie waren ausgehungert und fanden unter der dicken Schneedecke keine Nahrung mehr. Zwar gab es keine Jagd, doch die Bäuche ließen sich auch mit steifgefrorenen Kadavern vollschlagen. In den letzten Wochen hatte Tokala sich gut in die Gemeinschaft eingefügt und hatte es geschafft die ranghöchste Wölfin des Rudels zu werden, auch wenn die Skepsis unter den Rudelmitgliedern anfangs groß war.

Doch wo das Rudel gestärkt wurde, wurde es an anderer Stelle wieder geschwächt. Niemand wusste wohin Kosakans Tochter Slezyhas gegangen war. Sie hatte sich vom Rudel heimlich entfernt und war spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Tage hat der Leitwolf nach der kleinen schwarzen Wölfin gesucht, doch sie war wie vom Erdboden verschluckt. Schuldgefühle plagten ihn und ließen den Verlust von Arlyeh wieder in ihm hochkommen. Wäre das Rudel nicht, so hätte dies ihm vielleicht den Rest gegeben, doch ein Leitwolf musste stark sein und durfte keine Schwächen zeigen. Dann verstarb auch noch der Betarüde Rokakov an einer entzündeten Wunde, die eine Blutvergiftung nach sich zog. Es schien nicht besonders gut um das Nordrudel zu stehen.

Nun befand sich das Rudel in getrennten Gruppen im Revier. Kosakan hatte Tokala, Tuarok und Shiki Aveon befohlen eine kleine Gruppe Wölfe abzufangen, die er wenige Tage zuvor im Nordwald erspäht hatte. Sie sollten herausfinden wer diese waren und was sie in einem besetzten Gebiet zu suchen hatten.

Die beiden Altwölfe Chagon und Dakuma waren mit den Jungwölfen Cherahn, Keanu und Kayra zurückgeblieben und sollten die Stellung wahren, doch sie wissen weder von Yaeka, die in der Nähe war, noch von dem ausgewachsenen, verletzten Elch, der sobald von den Wölfen überrascht werden und darüber gar nicht erfreut sein würde.

Kosakan selbst war mit Nasdar und Ivory losgezogen um einer Fährte nachzugehen, die sich in regelmäßigen Abständen durch das Revier zog. Es war ein großer, fremder Rüde, der scheinbar nicht den Mut hatte sich aus eigenen Stücken vorzustellen. Wer dieser Wolf war, würden sie aber schon bald herausfinden. Hier würden sie auch auf eine außergewöhnliche Wölfin treffen, die Kosakan zusammen mit Rokakov schon einmal gesehen hatte. Ob sie sich dieses Mal dem Nordrudel anschließen würde?


Das Südrudel

Das Südrudel um Ardazar und Nyara hatte sich vergrößert und es schien als würde Verlust keine sehr große Bedeutung für sie haben. Sie hatten den Januar gut überstanden, auch wenn Esme urplötzlich verstarb und zwei andere Wölfe fortgingen, doch von überall her kamen neue Wölfe hinzu, die ihr Glück in der Gemeinschaft versuchen wollten und sich dem großen schwarzen Rüden anschlossen. So waren die beiden Fähen Echo und Tacana, sowie der graue Rüde Changar nun unter dem strengen Blick Ardazars Rudelmitglieder geworden und noch viele Wölfe würden sich dem kleineren Rudel anschließen um es mit ihrer Anwesenheit zu stärken.

Das Rudel hat sich vom Lachsfluss auf den Weg in den Südwald gemacht, wo sie auf mehr Beute hofften um die wachsende Gemeinschaft ernähren zu können. Dieser Wald war nicht so dicht bewachsen wie der Nordwald, aber voller heißer Quellen und Geysire. Hier war man dem Tod manchmal näher als dem Leben, was auch die Gruppe um Nyara feststellen muss, als sie die giftigen Dämpfe, die zischend aus dem Erdreich entwischen, zu nahe kommen. Blanke Knochen von damaligen Opfern liegen verstreut herum und auch der Kadaver eines Artgenossen säumt ihren Weg. War dies der alte Betarüde Taruk gewesen?

Um seine Nachkommen Raik und Arawn in der Jagd zu schulen, hat Ardazar beschlossen die Rüden auf diese mitzunehmen und die beiden jungen Wölfinnen Tacana und Chapa Kolenya als Unterstützung auserkoren. Zusammen machen sie eine kleine Gruppe weiblicher Rentiere aus, die sich in der Nähe einer heißen Quelle die Bäuche mit Flechten und zartem Grün voll schlugen, welches auf dem schneefreien Boden den ganzen Winter über wuchs.

Der Betarüde Raigho war unterdessen mit Froid zusammen um das Revier rund um den Südwald zu erkunden und treffen dabei auf eine kleine Familie, die sich in Ardazars Reich aufhalten. Doch es scheint als würden auch noch andere, fremde Wölfe in der Nähe sein.

Aufenthalt des Nordrudels: Nordwald
Aufenthalt des Südrudels: Südwald

Übersicht über die Gruppenverteilung im RPG



DAS WETTER




Der Himmel ist bedeckt und lässt keinen einzigen Sonnenstrahl durch die dichte Wolkendecke. So wirkt die ganze Umgebung trostlos und grau, doch zumindest gibt es keinen Schneefall und es ist seit dem letzten Kapitel einige Grad wärmer geworden, auch wenn es natürlich noch immer bitterkalt ist.

Temperatur: -8°C
Tageszeit: Mittag-Nachmittag

Wind: leichter Wind
Bewölkung: bedeckt, keine Sonne
Niederschlag: keinen


WICHTIG!


- Es sind etwa 2 Wochen seit dem letzten Kapitel vergangen
- Bitte achtet darauf in welcher Gruppe euer Charakter ist



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LEITWOLF DES NORDRUDELS
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Viele Schicksale musste Kosakan im letzten Jahr als Leitwolf des Nordrudels ertragen und doch hat er seine Standhaftigkeit noch immer nicht verloren. Der vierjährige Rüde sieht sich nicht nur als bloßer Anführer, sondern auch als Freund des Rudels und stellt das Wohl der Gemeinschaft weit über sein eigenes.


Kosakan - Raigho






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 7 Apr - 9:09

Zwei Wochen waren vergangen. Zwei Wochen, die voller Veränderungen waren und wie es so sein sollte waren es nicht immer gute Veränderungen. Eine gute Veräderung war, dass Tokala da war, dass es eine Wölfin in seinem Kreis gab, die neue Hoffnung bringen konnte. Sie war die einzige Wölfin im Rudel, die in einem gewissen Alter war an seiner Seite stehen zu können und frisches Blut in den Stammbaum reinzubringen. Für Ivory hatte er nie Interesse gezeigt, doch Tokala war anders. Sie war geschaffen für dieses Rudel und sie brachte ihn dazu, weniger an Arlyeh zu denken - sehr viel weniger.

Eine schlechte Veränderung war, dass das Rudel um zwei Mitglieder ärmer geworden ist. Kosakan hat tagelang nach einem Hinweis von Slezyhas gesucht, die kurz nach Rokakovs Tod spurlos verschwunden war. Doch er hatte sie nicht gefunden da sie nicht gefunden werden wollte. Sie lebte noch, das spürte Kosakan, und doch war sie weit weg. Sie war jung, zu jung um das Rudel verlassen zu dürfen. Da Draussen lauerten so viele Gefahren. Fremde Wölfe, Bären die vereinzelt aus ihrem Winterschlaf erwachten und übel gelaut waren, Hunde und natürlich auch die Menschen, die in dieser Region zwar selten auf Wölfe schossen, doch dies war hier nicht unmöglich. Er kannte das Geräusch von den Gewehren und roch manchmal auch den Gestank des Todes den ein Mensch meilenweit ins Land trug. Er konnte nur hoffen, dass sie ein anderes Rudel fand in dem sie sich besser einfügen würde. Er war ein schlechter Vater.

Jeder Wolf des Nordrudels hatte darauf gewartet, dass ihr Leitwolf kraftlos zusammenbrechen würde. Und dies tat er auch fast, aber was wäre er für ein Leitwolf gewesen wenn er dies zugelassen hätte? Dann hätte er auch Chagon die Führung überlassen können, die er ihm vor etwa einem Jahr abgenommen hatte. Dann hätte er auch stillschweigend gehen können. Nachdem auch noch der Betawolf Rokakov gestorben war brachte es das Fass zum Überlaufen, doch Kosakan hielt seinem schwachen Geist stand und ließ sich nichts anmerken. Zumindest dachte er dies. Dass es in seinem Rudel dennoch Wölfe gab die ein gewisses Verständnis für das Erspüren von negativen Gefühlen hatte, vergaß Kosakan einfach und so ging es nicht an jedem Wolf vorbei. Er hatte durchaus Freunde im Rudel, auch wenn es Zeiten gab an denen er nicht daran glaubte. Die Bürde eines Alphawolfes war erdrückend und schwer. Und so schwach Kosakan sich auch fühlte, so stark war er eigentlich. Ihm war es nur nicht immer bewusst.

Dass er das Rudel in kleine Grüppchen aufgeteilt hatte, hatte einen Sinn gehabt, denn umso weiter verstreut das Rudel war, desto mehr Gebiet würde erkundet werden und vielleicht gelang es dem einen oder anderen Wolf ja doch eine Fährte von Slezyhas zu finden, und wenn nicht, dann würden sie schon andere Informationen mit sich bringen. Irgendetwas gab es immer zu berichten. Besonders zu dieser Zeit. Auch Kosakan stieß immer wieder auf eine ganz bestimmte Fährte, die sich in regelmäßigen Abständen durch das Revier zog. Der Verursacher war gut darin sich zu verbergen, hinterließ allerdings auch genügend Spuren um das Rudel auf sich aufmerksam zu machen. Es war ein großer Rüde, dies erkannte er nicht nur an der Größe der Abdrücke, sondern auch an dem Geruch, den die Pfotendrüsen auf dem Boden hinterließen. Noch hatte Kosakan ihn nicht gesehen, rechnete jedoch damit, dass er wirklich massig sein musste – und vielleicht sogar nicht ganz ungefährlich. Jetzt kurz vor der Ranzzeit, wo die Wölfinnen in Hitze geraten würden, gab es viele mänliche Streuner, die ihre Chancen witterten. Jetzt war so langsam die Zeit, in der sich ein Leitwolf erst recht beweisen musste. Und es galt hier nicht nur seine Ehre zu verteidigen sondern auch das Rudel. Er war jetzt für jeden Fehltritt verantwortlich.

Kosakan war mit der Wölfin Ivory und dem Bruder Arlyhes, Nasdar losgezogen um dem fremden Rüden aufzulauern und ihn kennenzulernen. Skepsis machte sich in dem Leitrüden breit. Was würde er für ein Wolf sein? War er tatsächlich ein Konkurrent oder nur ein harmloser Wanderer, der sich in seinem Revier verirrt hatte und sich von den Resten des Rudelrisses ernährte? Er wusste es nicht und würde es nie herausfinden wenn er dem nicht nachging. So suchte er wieder die Stelle auf, in der sich die meisten Pfotenabdrücke im Schnee wiederfanden. Handtellergroße Pranken, größer als die von Kosakan, dessen Abdrücke eher schmal als breit aber dennoch groß waren. Seine Schnauze sog den intensiven Rüdengeruch auf, dann blickte er nach hinten zu den beiden schwarzen Artgenossen und nickte leicht.

"Er ist hier vor Kurzem vorbeigekommen. Wahrscheinlich hat er uns schon früher gesehen, als wir ihn. Ein guter Beobachter." Murmelte er nachdenklich den letzten Satz. Oder war er einfach nur feige? Ein feiger Wolf, der sich versucht hat zu verstecken? Kosakan witterte, doch konnte den fremde Rüdengeruch nicht in der Luft ausmachen. War er also nicht in der Nähe?

[mit Ivory und Nasdar zusammen im Nordwald / geht der Fährte Lounels nach]




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HABT EIN LETZTES MAL VERTRAUEN
es wird einmal zu schön um wahr zu sein, habt ein letztes mal vertrauen
das hier und heute ist dann längst vorbei wie ein böser alter traum


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BETAWOLF DES NORDRUDELS
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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 8 Apr - 8:24

Eine graue Decke aus Wolken hatte sich über die Häupter der Wölfe gelegt, die jeden Sonnenstrahl, wie ein gefräßiges Biest, verzerrte. Die von kaltem Schnee bedeckte Landschaft war in ein schwaches Licht gehüllt und die nackten Bäume das Nordwaldes blickten bedrohlich auf die Vierbeiner herab. Ein bedrückendes Bild und doch vermochte es nicht, Tuarok davon abzuhalten über genauso viele Dinge zu schmunzeln, wie an jedem anderen Tag auch. War er nicht vor weniger als zwei Jahren noch Alpha des Südrudels gewesen? Und nun? Beta des Nordrudels. Ha! Was das Schicksal nicht alles für ihn bereit hielt. Wenn sein Sohn das sehen könnte... "Du kannst auch nie bei der Sache bleiben, oder alter Wolf", lachte er über sich selbst, als ihm dieser Gedanke in den Sinn kam.

Tuarok war von Kosakan, zusammen mit Tokala und Shiki Aveon, geschickt worden, um eine kleine Gruppe von Wölfen abzufangen, die sich im Revier des Nordrudels herumtrieb. Der Schwarze war mit seiner Begleitung sehr zufrieden. Shiki Aveon war ein fröhlicher und netter Rüde, über dessen Gesellschaft sich Tuarok freute. Auch Tokala hatte er gerne an seiner Seite, denn immerhin hatte sie dem Rudel durch eine schwere Zeit geholfen und er wusste er könne auf sie zählen. Was er jedoch nicht wusste war, wie sich die Beiden im Falle eines Kampfes verhalten würden. Es war also Vorsicht geboten.

"Es warten drei Wölfe auf uns. Wir wissen nicht, wer sie sind, woher sie kommen, oder wohin sie gehen, also seid auf der Hut, wenn wir ihnen begegnen", erklärte der Beta. Die Unwissenheit über die Absichten und die Stärke der Fremden bereitete dem alten Rüden ein wenig Sorgen. Wenn es drei ausgewachsene Rüden sind, könnte es durchaus Heikel werden, doch wenn das Schicksal seinen Tod wollte, so hätte es diesen schon unzählige Male herbeiführen können und so war Tuarok dennoch recht zuversichtlich, dass alles gut gehen würde. Fraglich war nur, ob seine Begleiter ähnlich dachten.

"Habt ihr Angst?", fragte er mit ruhiger Stimme, um sich über das Wohlbefinden jener zu vergewissern.


[Von Kosakan, zusammen mit Tokala und Shiki Aveon, geschickt, um eine Gruppe Fremder abzufangen / in der Nähe von Baél, Charandur Dalar und Taryn]

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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 8 Apr - 10:39

Zwar war Nasdar selbst kein Beta mehr, doch er spürte wie gut es ihm tat, wenn Kosakan sich ihm annahm und jenen Wolf nicht zu Chagon und Dakuma in die Ebene der Trauer abschob, auch wenn er sich selbst dort am wohlsten barg. Doch war es auch richtig nur darüber zu schweigen und sich im Akte des Trauern selbst zu vergessen? Selbst diese neue Fähe - Tokala - bereitete ihm schon Paranoia und forderte den schwarzen Rüden dazu auf einen besonders scharfen Blick auf diese Fähe zu richten, welche sich in binnen von wenigen Wochen einen hohen Rang im Rudel ergattert hatte. Er spürte es - etwas neues würde auf das Nordrudel zukommen, doch Nasdar selbst wollte sich nicht in die Knie der Eingeständnis zwingen.

Jedoch konnte Nasdar den Rüden verstehen, zuerst seine Gefährtin und somit seine Schwester, sowie der Tod Rokakovs, ebenso wie das Verschwinden seiner Tochter...Nasdars Nichte und einer der Hoffnungsschimmer die Gene seiner Familie in sich zu tragen. Der Rüde machte sich große Vorwürfe, doch damit würde er Kosakans nichts abnehmen. Im Gegenteil, er würde den Melierten wahrlich mit seinen Problemen noch mehr belasten, als es die eigenen des Alphas schon genug taten.

Blass strich sein Blick über das helle Land des Winters, welche jedoch durch den Wald recht geschützt lag und nur wenig Schnee unter den Pfoten der Wölfe ansammeln ließ. Der Anlass? Es war schon seit Wochen ein Streuner ausgemacht worden, der sich um das Rudel kreiste. Doch niemand der anwesenden Wölfe konnte seine Absichten lesen, doch die Vermutungen seines Versteckspieles gaben Nasdar schon ein unwohles Gefühl in seiner Magengegend. Würde sich dieser Wolf tiefer in das Revier einschleichen und Kosakan herausfordern, der durch seine Schwächen geplagt war...? Nasdar sah schon den Untergang des Erbes seiner Eltern. Vor allem hätten Kosakans Nachfahren kaum einen Hauch von Chancen das Rudel jemals unter ihre Führung zu bekommen, geschweige denn überhaupt Sicherheit in diesen Mitten zu finden. War der Winter denn nicht schon hart genug für sie gewesen? Die Gesetze der Natur brachen wohl unwohle Stürme mitein und ließen jeden Einzelnen an seine Grenzen treten.

''Dass er schon so lange hier ist, gibt mir ein unwohles Gefühl. Würde er sich nicht auf etwas ausruhen, hätte er sich doch schon längst dem Rudel offenbart, nicht?''

Schon leicht bedrückt blickte er zu Kosakan auf, sah dann zu Ivory, ehe sein Blick über das fade Land strich. Fremde Rüden waren um diese Zeit einfach nicht gut.

Ivory und Kosakan - auf der Fährte Lounels

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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 8 Apr - 23:18

die dicke graue Wolkendecke tat Shikis guter Laune keinen Abbruch. Als sie von Kosakan losgeschickt worden waren, waren die Pfotenschritte des Silbrigen Rüden sprunghaft und federnd gewesen, denn er war gut drauf. Okay. er war immer gut drauf, aber er war gern mit anderen unterwegs und dass er nun einen 'Suchtrupp' begleiten durfte, schickte seine Fröhlichkeit in ungeahnte Höhen. Er trabte in kleinen Kreisen um Tokala und Tuarok herum, stieß seine Nase immer wieder in den Schnee und wirbelte ihn auf.

Dann aber kam Tuarok's Frage und der junge Rüde -also im Vergleich zu seiner Gruppe- blieb ruckartig stehen und richtete seinen Blick auf den alten Rüden. Für einen Moment war er versucht über die Frage sanft zu lachen aber dann kam ihm Nanoka's Warnung in den Sinn Nur Narren zeigen keine Angst, wenn Angst angebracht ist. Es ist keine Schwäche Angst zu zeigen. Also senkte er den Kopf ein wenig und starrte in den Schnee, dachte über Tuaroks Frage ausgiebig nach.

Dann durchschnitt seine weiche, diesmal recht zögernde Stimme die Stille die sich nach der Frage über die drei Wölfe gelegt hatte. "Ein wenig. Aber...aber wir können sie doch vertreiben wenn sie keine guten Absichten haben, oder?" Vertrauensvoll lag der Blick des Silberlings auf seinen Begleitern und er hegte keinen Zweifel daran, dass Tokala ihren Status als Alpha sehr gut würde durchsetzen können

[bei Tuarok und Tokala - in der Nähe von Baél, Charandur Dalar und Taryn]

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RUDELWOLF DES NORDRUDELS
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Die Suchende Wölfin , die beim Namen Yaeka benannt ist. Sie durchleben bereits 4 Jahre der Trauer, Der Gewalt, des Unrechts und der Verwirrung. Sie hofft innständig auf ein neues Jahr, das ihr Freude und Glück bringen kann. Sie ist auf der Suche nach der Freiheit und der Geborgenheit, die ihr nur ein Rudel geben kann.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Di 9 Apr - 5:59

Sie war in einem Waldgebiet, welches sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Elegant Sprang sie über Stock und Stein, Stolz und Entschlossen war ihr Blick.
Der Boden war Kalt, doch ihre Pfoten glühten.
Sie hatte ihre Vergangenheit hinter sich gelassen, und damit abgeschlossen, was geschehen war.
Die Verbindung zwischen ihr und ihren Ehemaligen Rudeln bestand nicht mehr.

Nun war sie Frei.

Sie fühlte sich wohl, doch es war einsam um sie herum.
Den Kopf hebend sah sie auf, und ihre Ohren zuckten, als sie den Geruch mehrerer Fremder wölfe war nahm.
Misstrauisch, aber Neugierig verlangsamte sie ihr Tempo, bis zu einem Lockeren Schritt.
Die Luft war Kühl, und ihr Atem kam Gleichmäßig, und der helle Schnee störte sie keineswegs.
Irgendetwas beruhigte sie, obwohl sie sonst bei Fremden das weite gesucht hätte.

"Was ist das? Warum Fühle ich mich so?"

Sie wurde immer Neugieriger, doch sie hielt sich im Zaum.
Ihre Aufgeweckten Augen schauten sich Glücklich aber Vorsichtig um.
Der Schnee unter ihren Pfoten knisterte.
Ihr Schweif war locker aufgerichtet, und ihre Ohren schienen dem Wind zu Lauschen.
Einen recht schönen Anblick bot die Wölfin.
Obwohl sie recht klein war, hatte sie Stolz, und das nicht weniger als ein Großer Timberwolf.
Ihr Dunkles Fell war gepflegt, und dicht.
Langsam, und mit Bedacht, ging sie dem Geruch der Wölfe nach.

[Auf dem Weg zu Chagon, Dakuma und co.//Stolz aber Vorsichtig]


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Kein Gewissen - Nichts zu Verlieren



- Vergiss niemals wer du bist -
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RUDELLOSER WOLF
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Yuin Sawee ist anders. Die Albino lebt beinahe seit ihrer Geburt vor 4 Jahren alleine und abgeschieden. Sie ist ein Rabenwolf und der Umgang mit ihr ist schwer, denn ein einsamer Wolf ist kein ganzer Wolf mehr.

Momentan streift Yuin einsam durch den Nordwald.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Di 9 Apr - 9:28

Der Winter war schwer. Er war kalt und garstig. Er war unberechenbar. Er brachte die Wölfin an ihre Grenzen. Er trieb sie dazu, Dinge zu tun, die sie um Schutz der wärmenden Sonne nie getan hätte. Er hätte sie zerstören können, er hätte sie niederringen können. Er hätte sie unter seinen Schneemassen vergraben können. Den Winter gab es schon immer. Er kam und ging und jedes Mal wusste man, es würde nicht lange dauern, da stünde er einem wieder bevor. Jeder kannte dem Winter, denn er war ein Wanderer, er zog von Land zu Land. Man glaubte, er folge demselben Rhythmus wie seine drei Geschwister, aber das tat er nicht. Denn der Winter war eigensinnig, er ging seinen eigenen Weg, spielte sein eigenes Spiel. Aber er war nicht nur dunkel, er war nicht nur der Puppenspieler mit der Begabung, jemanden bloß zu stellen, er konnte einem nicht nur die Deckung rauben. Er tat so viel mehr. Der Winter zeigte, dass es Schönheit dort gab, wo man nur nackte Hässlichkeit sah. Der Winter ließ erkennen, dass es Licht dort gab, wo man nur an Dunkelheit glaubte. Das Kleid des Winters umschmiegte ihre Pfoten. Sein Kleid verzauberte sie. Sein Kleid ließ nicht immer erkennen, wer er wirklich war. Es war kostbar. Der Winter war kostbar. Der Winter lehrte, dass man sich nicht nieder legen und verstecken soll. Der Winter war ein Lehrmeister. Der Winter bewies, dass es einen Grund gab, zusammen zu kommen. Der Winter war der Wegweiser auf der Reise ins Ich. Er würde wieder kehren, waren seine versprechen. In einem ständigen Wechsel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Es war ein Jahr vergangen, bis die Wölfin ihn wieder traf, es würde ein weiteres vergehen, bis ihre Wege sich wieder kreuzten. Nun war der Schnee getaut. Nun war es kalt, ohne dass die schützenden Augen des Winters auf ihr ruhten. Nun war es einfach kalt und leer. Der Winter war fort. Der Winter war Rokakov.

Jetzt war die Wölfin wieder Yuin, Yuin Sawee, der Schmetterling, der nie seinen Kokon verließ. Jetzt war sie wieder alleine. Jetzt hatte sie ihr Rudel zurück. Die im Wind raschelnden Blätter, die unter den Pfoten knirschende Erde, der plätschernde Bach, die in der Ferne zwitschernden Vögel. Mit erhobenem Haupt schritt sie durch die jubelnde Menge. Man warf ihr Geschenke vor die Füße, Tannenzapfen, Zweige und Nüsse. Der Chor war so laut, so rauschend in ihren empfindlichen Ohren, dass sie bereit war, alles andere darüber hinaus zu vergessen. Sie war bereit, dem Winter den Rücken zu zu kehren. Denn der Boden unter ihren Ballen fühlte sich leicht und sanft an. Anders als im Wald, anders als auf ihrem Weg in die Fremde, wo man ihr die zarte Haut mit Splittern aufriss. Dennoch spürte sie seinen Griff noch an ihren Pfoten. Er war zäh. Er hatte sich in ihren Verstand gekrallt wie ein Zeck. Er wollte sie aussaugen. Die weiße Wölfin erzitterte, sie erstarrte wie eine Statue aus Eis. Nur die dünnen Härchen ihres Pelzes klimperten in dem sachten Hauch, der durch die Bäume schwirrte wie ein Irrlicht. Und dann, mit einem dumpfen Knall, war die Menge verschwunden, da war jeder wieder an seinem Platz. Die Blätter tanzten in den Kronen, die Erde trug das magere Gewicht der Wölfin, der Bach folgte seinem Lauf und die Vögel drehten ihre Kreise in hohen Lüften.

Und mit einem Mal war da Leere. Yuin fragte sich, ob es sie verwirrte. Vielleicht war es ja schon immer da gewesen, ein Schatten nur, huschend und unscheinbar. Er bewegte sich am Rande, er starrte, er fixierte sie mit seinen leblosen Augen, durchbohrte sie, huschte weiter. Seine Blicke hinterließen ein Prickeln auf ihrer Haut, ein unangenehmes Gefühl. Sie versuchte, es fort zu kratzen, aber ihre Krallen schienen zu stumpf. Die Wölfin schüttelte sich, aber es wurde nur noch schlimmer. Es überzog sie, schleimig und klebrig. Sie begann zu jaulen, sich im Dreck zu wälzen, mit dem Rücken an der Rinde der Bäume zu schaben. Bis sie zu müde war. Vielleicht war es ja wirklich schon immer da gewesen. Dieses Gefühl. Diese Leere, die sie so sehr erfüllte. Angenehm war es, so da zu liegen. Ihr Geruch waberte durch die Luft. Er überdeckte die anderen Gerüche. Er war der einzige, der in ihrer Nase kitzelte. Jetzt ging es ihr wieder gut. Lag es wirklich nur an dem Duft? Der Duft, der ihr etwas versprach, das sie nie erhalten könnte? Der, der ihr bei Dämmerung Geschichten in die Ohren hauchte, ihr wilde Träume schenkte? Womöglich. Sie sollte fort rennen. Aber das war nicht möglich. Dieser Ort war viel zu schön. Ihr wurde kalt.

“Ja, Rokakov. Ich verstehe, weshalb du so sehr fest hälst.“ Die Wölfin vergrub ihr Nase in ihrem Fell und schloss die Augen, als würde sie genießen, wie er um sie herum wirbelte, wie er an ihr zog und zerrte. Was verlangte der Winter von ihr? Wollte er ihr etwa sagen, dass sie schwach war? “Du kennst sie doch gar nicht. Sie beschützen mich.“ Ein glockenhelle Wuffen, das mit einem Lachen zu übersetzen war, ertönte für einen Moment, dann wurde Yuin wieder ernst. “Nun geh, Rokakov. Dein Treiben entzückt mich, doch du hast ganz vergessen, dass der Schnee fort ist. Der Frühling ist bald da. Dann bin ich wieder frei. Geh jetzt, Rokakov.“ Aber sie wollte nicht, das er ging. Sie mochte es, sich an seinen Körper zu schmiegen, mochte es, wie ihr Rudel sich zusammen drängte. Rabe und Wolf aßen gemeinsam an einem Knochen. Die Einsamkeit drückte sich dicht an ihren Pelz, in der Hoffnung auf Wärme. Da trat dieser andere Geruch in ihre Nase. Ein Rüde. Ein Einzelläufer. Er streunte schon einige Zeit durch das Revier. Er hielt sich wohl in der Nähe auf. Langsam erhob Yuin sich. Etwas in ihr, eine leise Stimme, flüsterte ihr zu. Sie solle gehen, sich bewegen, sich die Beine vertreten. Weg von hier. Aber ihre Schritte waren träge, kraftlos. Auch wenn sie es als Eleganz übersetzte, auch wenn sie behauptete, sie tanze. Der Magen leer, die Energie aufgebraucht. Die Wölfin war erschöpft. Sie war ein altes Schiff, das Holz morsch, die Segel zerschlissen und nun hatte sie ihren Anker verloren. Nun trieb sie zielloser denn je durch die Gegend, die Augen so rot wie Blut, leblos, dem Erlöschen nahe.


[in der Nähe von Lounel, Kosakan, Ivory und Nasdar - spricht mit Rokakov]


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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mi 10 Apr - 21:13

Auch Tokala war guter Stimmung und bei jedem Schritt wippte ihre Rute entspannt auf und ab. Der Schnee war hartgefroren und längst festgetreten, sodass sie nicht mehr bis zu den Schultern einsanken und ihre Umgebung begann ganz langsam vertraut zu werden. Fast kindlich freute sie sich über jeden Baum und jeden Stein, den sie wiedererkannte und ab und an wäre sie am liebsten in einen spontanen Spurt verfallen, es ausgelassen genießend, dass gerade einfach alles ideal verlief. Zumindest für sie. Die vergangenen Wochen im Rudel hatten beispielsweise Kosakan ein wenig mitgenommen, der Verlust seiner Tochter und des Betas tat ihr aufrichtig leid, trotzdem konnte sie nur die Sonne am Horizont sehen - auch wenn sie sich gerade hinter Wolken versteckte. Ganz langsam kroch der Frühling heran und das Rudel war trotz seiner geschrumpften Zahl nicht zu klein oder gar wehrlos. Außerdem hatte es die bunte Wölfin freundlich empfangen und sie schnell als eine der Ihren akzeptiert. Und dann war da noch ein weiterer, interessanter Aspekt. Sie war die einzige Fähe im Rudel, die Leitwölfin werden könnte. Die ältere Dakuma hatte diese Zeit eindeutig hinter sich gelassen und sonst gab es nur noch die Jungwölfin Kayra und die unerfahrene und wenig geeignete Ivory. Somit hatte Tokala, ohne irgendwelche Ambitionen zu hegen, sich vollkommen kampf- und dominanzlos irgendwie immer weiter nach oben in der Rangfolge geschoben. Nicht, dass ihre Position in irgendeiner Art und Weise gefestigt wäre - dazu müsste sie jemand anzweifeln und sie sich in Schwäche jemandem untergeben - aber sie hatte das Gefühl, bereits von einigen als die neue Wölfin an Kosakans Seite betrachtet zu werden. Das war ungewohnt und ein wenig merkwürdig, aber in jedem Fall interessant. Bisher hatten sich Kosakan und sie nur im gewohnten Maße kennengelernt und auch wenn sie seine ruhige Art und die gelassene Autorität sehr schätzte, war sie doch angesichts der Tatsache, dass ihre Hitze nicht mehr lange auf sich warten lassen konnte, etwas nervös. Welpen waren eigentlich so gar nicht in ihrem Sinne. Gerade auch nicht mit einem Rüden, der erst einen Verlust erlitten hatte und den sie noch kaum kannte. Aber vielleicht machte sie sich auch zu viele Sorgen - bestimmt machte sie sich zu viele Sorgen! - weshalb ihre Gedanken das Thema meist mieden. Lieber genoss sie den Lauf durch den immer vertrauter werdenden Wald und die Aufgabe, der sie mit ihren beiden Begleitern nachgehen sollte. Tuarok und Shiki waren angenehme Zeitgenossen und seit Ersterer nach Rokakovs Tod den Platz des Betas eingenommen hatte, versuchte die Bunte ihn noch ein wenig besser kennenzulernen um einschätzen zu können, wie verlässlich er wirklich war. Jetzt jedenfalls schien er seine Aufgabe sehr ernst zu nehmen, holte Tokala mit seinen Worten aber etwas unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie waren hier nicht für einen gemütlichen Spaziergang durch ihr Revier, sondern würden auf drei fremde Rüden stoßen. Das war tatsächlich nicht unbedingt eine spielerische Aufgabe. Aber dass Tokala vor Fremden noch nie Angst gehabt hatte, zeigte die große Narbe, die sich als dunkle Linie über ihren Hals auf ihre Schulter zog. Einen Kampf scheute sie nie und auch wenn sie als Fähe grundsätzliche schlechtere Chancen gegen einen Rüden hatte, war sie doch groß und kräftig und würde einen kleineren, schwächeren Rüden leicht besiegen können. Außerdem hatte sie ja zwei starke Beschützer an ihrer Seite, ebenso groß wie sie und zudem eben männlich. Und zu guter Letzt sagte ihre Nase ihr sehr eindeutig, wo sie Kosakan finden würden und wenn alle Stricke reißen sollten, so konnten sie unbesorgt in der Flucht zu ihm ihre Rettung suchen. Aber all diese Überlegungen kamen ihr wenig gelegen, eigentlich wollte sie nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass sie ihr auf böswillige Eindringlinge stoßen würden. Es war noch immer Winter, sie konnten nicht in zu starker Verfassung sein und vermutlich wünschten sie sich nur ebenso wie sie eine sichere Gemeinschaft. Naivität konnte sich die Bunte natürlich nicht leisten, aber ein wenig Optimismus konnte niemandem schaden.

“Mach dir nicht zu viele Sorgen, Tuarok. Ich denke nicht, dass sie uns feindlich gesinnt sind und wenn doch, dann sehen sie sich einem starken Dreiergespann entgegen. Ich habe schon so manchen Kampf ausgetragen und gehe auch erfolgreich gegen die Vermutung an, Fähen könnten keine Rüden besiegen. Also nur keine Sorge.“

Um ihre Worte zu unterstreichen, warf sie ein aufmunterndes Lächeln ihr die Runde und schwenkte die Rute wieder beinahe vergnügt durch die Luft. Shiki schien nicht ganz so selbstbewusst und optimistisch an die Sache heran zu gehen und sein gesenkter Blick ließ in ihr kurz das Bedürfnis aufkommen, ihm einmal mit der Zunge über den Kopf zu fahren. Vermutlich würde diese Geste aber ihre Wirkung in dieser Situation verfehlen, also ließ die Bunte es bleiben und stupste den Weißen nur aufmunternd an.

“Selbstverständlich können wir das. Zur größten Not können wir Kosakan dazu holen, aber ich denke nicht, dass das nötig sein wird. Wenn wir ihnen mit genügend Selbstvertrauen und Entschlossenheit entgegentreten, kommen sie sowieso nicht auf falsche Gedanken. Das hier ist schließlich unser Revier, also Kopf nach oben, Schultern gerade und den Blick starr nach vorne.“

Weiterhin lächelnd machte sie es gleich mal vor und war sich ihrer durchaus imposanten Erscheinung bewusst. Ihre beiden Begleiter würden das gleiche Bild abgeben und so hatte sie sich auch selbst die Sorgen fortgeredet. Die Nase in den leichten Wind gereckt prüfte sie noch einmal die Witterung und legte ihren Blick dann auf die sie umgebenden Baumstämme.

“Sie können nicht mehr weit sein, sicherlich haben sie uns auch schon bemerkt.“


[ mit Tuarok und Shiki Aveon in der Nähe von Baél, Charandur Dalar und Taryn ]

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RUDELWOLF DES NORDRUDELS
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Lounel ist ein 4 Jahre alter Rüde, mit viel Stolz und Ehrgeiz, auf der Suche nach der erfüllung seiner Bestimmung.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Do 11 Apr - 5:48

Ja kommt nur…ich warte…

Flüsterte der Stolze leise zu sich selbst, während er versteckt im Dickicht auf die kleine Gruppe Wölfe lauerte, die seiner Fährte folgten. Er wusste, dass sie kommen würden, immerhin hatte er auch deutliche Spuren hinterlassen, um sie auf seine Fährte zu locken. Diese führte in eine kleine Farnbewachsenen Senke, mit kleinen Felsvorsprüngen an den Seiten. Eine seltsame Konstellation für diese Umgebung, doch es bot Lounel eine perfekte Ausgangsituation! Hier war es ein Leichtes die Gruppe zu beobachten ohne entdeckt zu werden. Wenn er es vorzog boten sie zudem noch genügend Schutz um schnell das Weite zu suchen, sollten sie es wirklich riskieren ihn anzugreifen, denn er wusste, dass ihr Alpha nicht sonderlich erfreut sein musste über den unbekannten Streuner, Lounel, der schon seit Tagen unbemerkt um das Rudel streift. Doch er zweifelte stark daran, dass dies nötig sein würde, denn er kannte das Rudel nun gut genug, um zu wissen das sie nicht noch mehr Verluste oder Verwundete hinnehmen konnten. Sie hatten bereits zwei geliebte Rudelmitglieder verloren warum auch noch mehr riskieren? Vielmehr rechnete er damit, dass sie Lounel mit offenen Läufen empfangen würden, da er sehr viel zum Wohlbefinden des Rudels beitragen konnte. Auch wenn sie dies zunächst nicht zugeben würde, was nur verständlich war, so konnten sie auf seine Stärke und Schnelligkeit nicht verzichten.
In den letzten Tagen der Streifzüge hatte er so einiges über ihren Alpha Kosakan gelernt, um zu wissen, dass er sehr misstrauisch sein konnte, weshalb es kein leichtes sein würde, ihn von seiner Aufnahme zu überzeigen. Zudem war er nicht in der besten Verfassung, um noch mehr schlechte Entscheidungen zu treffen, die sein Leiden womöglich noch verschlimmerten. Ja er wusste davon wie er sich tagtäglich mit Verlustgedanken quälte und hin und wieder die Einsamkeit sucht, um dort ungestört trauern zu können. Nicht nur einmal traf er ihn alleine im Wald an, wie er gedankenversunken Löcher in den Boden starrte. Hin und wieder stimmte er ein leises Klagegeheul an, um an seine verstorbene Partnerin zu trauern. Dies alles war den meisten oder vielleicht auch allen anderen Rudelmitlgiedern verborgen geblieben, denn in ihrer Nähe versuchte er immer den Schein eines entschlossenen Leitwolfs zu wahren und somit seine Gefühle für sich zu behalten. Ganz so dumm war er also nicht, denn Lounel wusste zu gut was es bedeuten würde Schwäche gegenüber dem Rudel zu zeigen! Seine Autorität wäre im Bach und es würde daher nicht lange dauern, bis sich ein anderer junger ehrgeiziger Rüde an die Spitze kämpfen würde. Da dies aber niemand erkannte außer Lounel, taten sich für ihn ungeahnte Chancen auf doch er musste die Sache ruhig angehen. Das Wichtigste war im Moment einen guten Eindruck zu hinterlassen, um das Vertrauen von Kosakan und auch den anderen Rudelmitgliedern zu erlangen. Sie mussten seine Stärke erkennen und die damit verbundene Fähigkeit als Anführer! Respekt war es, das er von ihnen brauchte, denn damit kam auch unwiderruflich Loyalität. Es wird ein schwieriges Unterfangen, doch hier kamen ihm Kosakans „Fehler“ zugute.

Die kleine Gruppe näherte sich immer weiter Lounel, der ruhig und gelassen auf sie herabblickte. Nicht mehr lange und er würde sich ihnen zu erkennen geben. Er musste zugeben etwas angespannt zu sein, denn in den letzten Tagen erschien es ihm immer wichtiger zu werden, die Gunst des Rudels zu erlangen, denn er witterte seine Chance! Die Mitglieder an sich waren ihm ziemlich egal, doch er würde trotzdem für sie ins Feuer gehen, aus dem einfachen Grund Respekt und Anerkennung zu erlangen. In Gedanken malte er sich bereits ganz genau aus, wie er dem vermeintlich starken Alpha entgegentreten wird. Wenn die Gelegenheit gekommen ist, wird er sich über sie erheben, um sich stolz und mächtig zu präsentieren. Er wird versuchen Kosakan auf die Schwäche des Rudels aufmerksam zu machen, um ihn dadurch quasi zu zwingen Lounel aufzunehmen. Doch ob es gelingen wird ist wieder eine andere Frage. Kosakan konnte er mittlerweile gut einschätzen doch die anderen beiden, Nasdar und Ivory, ja auch ihre Namen kannte er mittlerweile, konnte er noch nicht ganz zuordnen, wodurch es ihm ein Rätsel blieb, wie sie wohl reagieren werden. Sollten sie jedoch hinter ihrem Alpha stehen, so dürften sie seine Entscheidungen nicht in Frage stellen.

Schritt für Schritt kamen sie näher, während sie der Fährte von Lounel nachstöberten. Nun waren sie weniger als 20 Wolfslängen an ihn herangekommen und es würde nicht lange dauern, bis selbst der Wind seine Witterung und damit seine Anwesenheit nicht mehr verdecken konnte. Seine Position war perfekt gewählt, um sie wie aus dem nichts überraschen oder schnell den Rückzug anzutreten zu können. Doch nun musste er seine Pläne in die Tat umsetzen! Er wartete noch bis sie sich auf etwa 10 Wolfslängen genähert hatten, ehe er sich letztendlich gelassen und Stolz aus seinem Versteck erhob und auf die nichtsahnende Gruppe hinabblickte. Angestrengt versuchte er keine Nervosität zu zeigen, doch es viel ihm nicht leicht. Mit ernster und entspannter Stimme begann er nun auf seine Anwesenheit aufmerksam zu machen…

„Ich grüße dich Kosakan, Alpha des hier angesiedelten Rudels!“

„Kosakan“ sprach er mit Respektvoller Stimme, wie es sich gehörte, um ihn auf keinen Fall zu untergraben oder lächerlich zu machen. Diese kleine Nebensächlichkeit erschien Lounel als enorm wichtig, um nicht bereits bei der ersten Begegnung in ein schlechtes Licht zu rücken, denn er war zu wichtig als das man hier seinen Stolz präsentieren musste. Er war nun gespannt wie sie reagieren würden. Natürlich war er jederzeit bereit die Flucht zu ergreifen, sollte sie ihn anfallen doch wie bereits erwähnt, rechnete er keineswegs damit. Trotzdem ließ er Kosakan keinen Moment aus den Augen, denn er war es nun der entscheiden musste ob Lounel für das Rudel eine Gefahr darstellte oder nicht.

//Lauert der kleinen Gruppe (Kosakan,Nasdar,Ivory) auf// erhebt sich aus seinem Versteck//macht auf sich aufmerksam//


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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 3:21

Tokala sprach zuversichtlich und selbstbewusst und sie würde mit ihrer Behauptung, die Fremden hätten keine schlechten Absichten, wohl auch Recht behalten, denn Rudellose Wölfe hatten es im Winter schließlich nicht leicht. Dennoch schien sie ihm etwas unvorsichtig und das mochte dem Schwarzen nicht gefallen.
"Du wirst wohl Recht haben Tokala, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht, nicht wahr?", entgegnete er der Fähe und warf ihr ein sanftes lächeln zu. Es war nicht so, als wolle er sie belehren und er hatte dadurch auch nicht weniger Vertrauen in sie, doch die Einstellung der Bunten sorgte dennoch für ein etwas ungutes Gefühl. Trotz alledem ging sie sehr gut auf die Angst Shiki Aveon's ein, so fand der Altwolf. Er hatte ihren Worten nichts mehr hinzuzufügen und nickte nur einmal zustimmend.

Von dem Dreijährigen war Tuarok ein wenig überrascht. Nicht viele Wölfe hatten den Mut, ihre Angst so offen zuzugeben. Ein interessanter junger Rüde war das und er war gespannt, was er noch über ihn erfahren würde.

Auf den Hinweis Tokalas hin, dass die Fremden nicht mehr fern seien, hielt Tuarok seine Nase in den Wind und sog die kalte Luft in seine Lunge. Er konnte den Geruch jener wahrnehmen, der ihm jedoch nicht mehr über sie verriet, als er bereits wusste.

"Ich denke ich werde uns mal ankündigen", sprach er entschlossen, blieb stehen und setzte ein Heulen an, das zwar ernst, aber nicht herausfordernd klang. Vielleicht würden die Fremden ja sogar antworten.


[mit Tokala und Shiki Aveon in der Nähe von Baél, Charandur Dalar und Taryn / heult]


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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 4:51


Es war als würde das Schicksal es nicht gut meinen mit dem Nordrudel. Nicht nur, dass sie eine wichtige Fähe in diesem Winter verloren hatten. Eine Tochter, Mutter und liebevolle Gefährtin, die ein Ruhepol für da Nordrudel war. Nein, dieser Winter meinte es wirklich nicht gut mit ihnen. Ihr Betarüde, Rokakov, der doch eigentlich stets einen starken Eindruck gemacht hatte, verstarb. Einfach so. Nun ja, nicht einfach so, aber sein Tod kam überraschend. Keanu wusste nicht mehr woher er die positive Energie schöpfen sollte, um den anderen Mitgliedern Hoffnung zu schenken. Doch er tat es. Er hatte versucht so wenig Trauer wie möglich an sich heran zu lassen und somit auch herauszulassen. Doch als Slezyhas, seine Schwester, spurlos verschwand, brach auch für den sonst so optimistischen und hoffnungsvollen Rüden eine Welt zusammen. Was konnte schlimmer sein als in binnen eines Winters die halbe Familie zu verlieren? Der Mischlingsrüde war die ersten Tage in einem Trancezustand, welcher unbeschreiblich anstrengend und kräftezehrend für den Jungwolf war. Er aß und trank nicht, aber er sprach auch nicht. Was verlangte man auch? Er hatte tapfer alles Leid, was ihm bis dato wiederfuhr, geschluckt und in aufmunternden Tatendrang umgewandelt. Bis der Winter ihm seine Schwester nahm. Zumindest gab der Braune dem Winter die Schuld. Warum seine Schwester verschwand, weiß niemand, ob sie wiederkommt steht ebenso wenig in den Sternen geschrieben. Es war jedoch sehr unwahrscheinlich. Dem war sich selbst der optimistische Keanu bewusst. Ein Jungwolf würde unmöglich alleine durch den Winter kommen. Was würde ihn noch erwarten?

Keanu versuchte nach vorne zu schauen. Tokala, die Fremde, welche das Rudel zu einer Rentierherde führte, schaffte es sich an die Spitze des Rudels zu … „erkämpfen“ ohne körperlichen Einsatz. Keanu war davon zunächst nicht begeistert, aber mittlerweile akzeptiert er sie als Leitwölfin und … mehr. Sie würde seinem Vater gut tun, dem war sich der Braune sicher. Nachdem der Rüde tagelang geschwiegen und Nahrungsaufnahme verweigert hatte, kam er wieder zu sich und begann das Leben neu in die Pfoten zu nehmen. Vermutlich war es sein Überlebensinstinkt, der ihn zu Vernunft brachte und vor dem Tode bewahrte. Sein Herz sagte ihm ebenfalls, dass er nicht aufgeben dürfe, aber auch, dass Slezyhas irgendwo dort draußen auf ihre Familie wartet. Irgendwo. Sie würden sich früher oder später wiedersehen.

Der Rüde war über die Gruppenverteilung seines Vaters hoch erfreut. Er konnte Zeit mit seinen engsten Verwandten verbringen, ob das wohl die Absicht seines Vaters war? Keanu blieb mit seinem Bruder, seiner Adoptivschwester und seinen Großeltern zurück und würde auf die Rückkehr der einzelnen Gruppen warten. Das war dem Jungwolf ganz recht, ein wenig Zeit für Harmonie und Familiengespräche. Das dachte Keanu zumindest. Falsch gedacht. Die Honiggelben Augen blitzen auf, die Ohren schmiegten sich dicht an Keanus Kopf und sein Körper erhob sich. Sein Geruchssinn meldete sich eindringlich, warnend. Er vernahm den Duft eines fremden Wolfes. Instinktiv sah er seinen Großvater an. Es war nicht, dass er seinem Bruder als zukünftigen Alpha nicht vertraute, aber noch war er eben ein Jungwolf wie Keanu auch. Vielleicht war es ein stärkeres Band, was ihn mit seinem Großvater verband, dass er ihn anblickte und zu ihm sprach statt zu Cherahn, doch Keanu war sich sicher, dass sein Bruder ihm das nicht verübeln würde.

„Großvater.“, sprach er in einem tiefen und warnenden Ton. Die Honiggelben Augen blickten in die seines Opas. „Wir bekommen unerwarteten Besuch.“

Keanu war alles andere als erfreut über diesen unerwarteten Besuch, trotz seiner aufgeschlossenen Art. Er fühlte sich gestört in der familiären Atmosphäre, die bis eben noch geherrscht hatte. Die stille Trauer, die jeden anwesenden Nordwolf umgab. Der verzweifelte Versuch alles hinzunehmen, nicht aufzugeben und stets nach vorne zu sehen. Und gerade jetzt störte ein fremder Wolf? Wirklich unpassend. Hoffentlich kam er mit guten Absichten.
[ denkt nach ; bemerkt Yaeka ; gibt Chagon bescheid // Bei Chagon, Dakuma, Cherahn & Kayra ; in der Nhe Yaeka]

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Die <b>Fähe</b> gehört zu den Nordrudel und ist stolze<b> Sieben Jahre</b> alt.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 6:23

Cataléya

IN DER NÄHE DES RUDELS



"Wenn die Sonne nicht mehr scheint und die Erde zu Alaska wird."


Jeder Augenblick und jede Stunde sind wie Tage. Blutiger Körper. Am Boden liegend die Nebelschwaden verdeckt die Wunden. Der Schmerz pulsierte in ihren Adern und der Angriff verankerte immer mehr in ihren Kopf. Gegen einen Luchs hat man keine Chance wundenlos zu gewinnen. Schleichend in ihrer Haut sind immer noch Wunden, die nicht Heilen wollen. Mit schweren Pfoten und schmerzenden Wunden betratt sie ein Revier eines Rudels. Ohne über diese Folgen nachzudenken näherte sie sich unbewusst das Rudel. Alleine gegen ein Rudel, dass könnte sie niemals schaffen. Langsam begab sich die weiße Fähe weiter in das Revier. Unsicherheit machte sich in ihren Körper breit. Nun wurde ihr Klar, in was für eine gefährliche Situation sie sich brachte.

"Egal -; es ist egal, ob alle auf mich einstechen. Ich hab versagt. Ich hab schon als Rudelmitglied versagt und als Mutter ebenfalls."

Der Geruch der Wölfe wurde stärker und sie knurrte stark. Sie wollte wenigstens zeigen, dass sie keine Angst hatte gegen das Rudel zu kämpfen. Sie entscheidet einfach alles ohne Rücksicht auf Verluste. Cataléya begab sich einige Schritte nach vorne und erblickte Wölfe, so gut wie sie konnte. Sie wurde Kämpfen bis ihre Muskeln versagen!


[Bei dem Rudel] - Ihr könnt euch aususchen, wer auf sie reagiert, wäre aber schön, wenn es jemand tut!





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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 8:10

FIRSTPOST x BEI BAÉL UND TARYN x AUF DER SUCHE NACH ESSBAREM x IN DER NÄHE VON TUAROK, TOKALA UND SHIKI AVEON


Baél, Taryn und er, Charandur Dalar, waren nun schon einige Tage in diesem Gebiet unterwegs. Beute war rar, doch vor kurzer Zeit konnte das kleine Rudel einen Rehkadaver für sich beanspruchen. Er war gefroren gewesen und die Verwesung hatte schon begonnen, aber besser das, als gar nichts. Ihre Mägen waren also befriedigt, doch der Hunger noch nicht gestillt.
Charandur hob kurz die Nase in die Luft und schnupperte. "Nichts", murmelte er und trat wütend mit einer Vorderpfote in den Schnee. Flocken stoben auf und trafen sein Gesicht und der Rüde schüttelte seinen Kopf. Er trabte zurück zu Baél und Taryn, die ein wenig abseits stehen geblieben waren um eine kurze Pause zu machen. Die Nacht war ziemlich kurz gewesen. Charandur hatte schlecht geschlafen, sich gedreht und gewälzt und die anderen beiden wach gehalten. Als unausgesprochene Entschuldigung dafür, hatte er vorgeschlagen etwas essbares zu besorgen. Um so mehr ärgerte er sich jetzt natürlich darüber, dass weit und breit nichts zu finden war. Außerdem hatte der junge Rüde mal wieder richtig Lust zu jagen. Seine Pfoten kribbelten als er daran dachte und er spannte die Muskeln an, um das Gefühl los zu werden.
"Ich glaube, für heute ist es hoffnungslos...", teilte er dem Rudel mit. Sein Versprechen war ins leere gesprochen worden und das tat ihm noch mehr leid, als dass sie nichts zu fressen hatten.
Eigentlich ohne Hoffnung und fast schon aus Reflex, als aus Absicht, hob er nochmal die Nase in die Luft. Ein leichter Windhauch kam nun auf und trug einen Duft mit sich, den Charandur sofort aufnahm. Er ließ die Nase wieder sinken und starrte von Baél zu Taryn und wieder zu Baél. Dann hob er nochmal den Kopf in den Wind und sog den schwachen Geruch ein. "Wölfe", flüsterte er ehrfürchtig. "Andere Wölfe." Gebannt sah er seinen Anführer an, was er dazu sagen würde. Doch bevor dieser etwas sagen konnte, ließ einer der fremden ein Heulen verlauten und Charandur zuckte zusammen. Er war sich zumindest sicher, dass es einer von ihnen war, denn das Heulen kam aus derselben Richtung, wie der Geruch.
"Was jetzt?", fragte er leise, als ob die fremden ihn hören konnten. Er fragte sich, ob das heulen ein Zeichen dafür war, lieber zu verschwinden, denn schließlich waren sie in fremdem Revier. Oder war es vielleicht sogar eine Einladung? Wie dumm er auch gewesen war. Vor lauter "Beute, Beute, Beute" hatte er die Markierung wahrscheinlich übersehen, oder besser gesagt überrochen.

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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 20:59

Es war aber auch schwer sich bei Tokala nicht sicher zu fühlen. Sie schaffte es, ihn die Angst soweit zu vergessen dass er ihre Worte beherzigen und umsetzen konnte. Also hob er ein wenig die Rute an, straffte die Schultern und richtete einen Moment die Augen und Ohren starr geradeaus. Tuarok's Heulen riss die Grundsteine der aufkeimenden 'Ich bin stark, wenn ihr da seid'-Haltung wieder ein und Shiki zuckte zusammen. Er hätte damit rechnen müssen.. Sein Herz schlug hart vor Verunsicherung, denn es war das erste Mal für ihn dass er in einem Erkundungstrupp unterwegs war und auch wenn er 'schon' 3 Jahre alt war, wusste er nicht wie er sich verhalten sollte. Er blieb etwas hinter den beiden älteren Wölfen zurück ehe er wieder seinen Platz zwischen ihnen einnahm und zögerlich und um sich selbst Mut zu machen, seine Nase gegen Tokala's Flanke drückte. Aber nur für einen kurzen Moment, denn er wollte ihr keinesfalls zu nahe treten. Seine Rute sank wieder nach unten und zog sich leicht zwischen die Hinterbeine. Was wenn die Fremden sie nicht doch angreifen würden? Immerhin waren sie sicher hungrig und wenn man Hunger hatte, wurde man doch oft irgendwie komisch im Kopf.

Er beobachtete Tuarok aus dem Augenwinkel und ließ die Ohren nach vorne schnellen. Die Situation begann ihn aufzuregen aber ob im positiven oder negativen Sinne, vermochte er noch nicht zu sagen. Der Schnee erregte dann aber ziemlich schnell wieder seine Aufmerksamkeit und lenkte ihn ab. Hatte sich da nicht etwas bewegt? Shiki ließ sich zurückfallen und beobachtete die Stelle mit schief gelegtem Kopf ehe er sprang und sich mit allen vier Pfoten voran in die Schneewehe warf. Pulverschnee spritzte hoch und er fand sich unangenehm verdreht in einem Schneeloch wieder. Er schnaubte, entwirrte seine Beine und streckte den Kopf aus dem Loch, wobei zwischen seinen Ohren ein kleiner Turm aus Schnee lag und ihn reichlich bescheuert wirken ließ


[bei Tokala & Tuarok - in der Nähe von Charandur, Baél & Taryn]

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JUNGWOLF DES NORDRUDELS
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Cherahn ist ein Rüde und gerade einmal 8 Monate alt. Mit einer Größe von 84 cm ist der Mischling kein kleiner Wolf mehr. Sein Vater ist Kosakan. Daher ist Cherahn ebenfalls ein stolzes Mitglied des Nordrudels. Cherahn ist ein liebevoller, führsorglicher und Vertrauensvoller Wolf. Für ihn steht das Rudel an erster Stelle.

- Rotkäppchenbeißer!

# Cherahns Steckbrief






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   So 14 Apr - 23:48

Es hätte schönes Wetter sein können, wenn man mal von den Minusgraden abgeht. So plus 14 Grad wären wirklich was schönes. Aber das würde noch sehr lange dauern und leider nicht lange anhalten. Sommer waren in Kamcatka leider sehr kurz, zu kurz eigentlich. Das meinte jedenfalls Cherahn. Langsam richtete er sich auf und wartete ab, bis der Rest des Rudels zurückkehrte. Er war allein mit Dakuma, Chagon, Keanu und Kayra. Das war ja nicht schlimm, aber ihm fehlte einfach das bisschen Aktion. Das seine Blicke ständig zu Kayra rüber wanderten, fiel ihm gar nicht richtig auf. Irgendwie war es ja seltsam, Cherahn glaubte langsam das er ein Auge auf die geworfen haben könnte. So absurd war der Gedanke auch nicht. Also musste Cherahn etwas nachhelfen um zu wissen, was er da fühlte. Langsam näherte er sich Kayra

,, Hallo Kayra! Darf ich mich setzen?''

Fragte er freundlich und schaute sie mit seinen bleichen blauen Augen an. Die Ohren nach vorne gerichtet und pendelnder Rute wartete Cherahn einfach. Doch so weit kam es dann wieder nicht. Seine Ohren schnellten nach den Worten Keanus, ein fremder Wolf? Hier im Revier? Na der soll sich trauen hier her zu kommen! Dem würde Cherahn schon zeigen was er davon hielt. Nun wo Kosakan nicht da war, mussten alle verbliebenen an einem Strang ziehen. Cherahn glaubte sogar noch einen weiteren Geruch zu entdecken, und da lag er nicht falsch. Seine Nase würde ihn nicht belügen.

,, Ich glaube, wir werden Besuch von zwei fremden Wölfen bekommen!''


Und schon bei diesen Worten konnte er etwas weißes ausmachen. Eine Fähe die laut knurrte und glaubte es mit dem Rest des Rudels aufnehmen zu können. Und dann noch diese Haltung, das reichte Cherahn, er wusste was er nun machen würde. Das Fell gesträubt und mit gefletschten Zähnen trat er nach vorn. Er hoffte, das richtige zu tun, aber wenn ein fremder Wolf dir so gegenüber tritt, wer hätte nicht so gehandelt? Cherahn glaubte, Kosakan hätte es auch nicht anders gemacht. Wer war diese Fähe, nie zuvor hatte er sie gesehen. Der Blutgeruch stieg ihm in die Nase, diese Wölfin war doch schon halb verausgabt, wie um Himmels willen sollte sie gegen Dakuma, Chagon, Kenau, Kayra und ihm ankommen?

,, Wer bist du Fremde und was hat dich her getrieben?''


Fragte Cherahn mit bedacht, jedoch noch immer mit gestäubtem Fell. Wer ihm so gegenüber tritt, so würde er den Fremden gegenübertreten. Das er vielleicht nicht hätte sprechen sollen, das fiel ihm auch erst später ein.

(( Bei Dakuma, Chagon, Keanu und Kayra, dann nur bei Kayra, bei Cataléya und dem Rest. ))


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Die Suchende Wölfin , die beim Namen Yaeka benannt ist. Sie durchleben bereits 4 Jahre der Trauer, Der Gewalt, des Unrechts und der Verwirrung. Sie hofft innständig auf ein neues Jahr, das ihr Freude und Glück bringen kann. Sie ist auf der Suche nach der Freiheit und der Geborgenheit, die ihr nur ein Rudel geben kann.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 22 Apr - 6:26

Der Geruch der Wölfe wurde Stärker, sie schien ihnen immer näher zu kommen. Die Luft war kühl, und erfrischte ihren Geist. Die Wölfin hatte auf ihrem Weg neue Kraft gesammelt, und strotzte vor Kraft. Sie bleib stehen, und setzte sich schließlich. Sie erinnerte sich zurück. Was sie getan hatte, war vergangen das wusste sie. aber was würde sein wenn? Was wäre, wenn sie nun auf die Wölfe zugehen würde. Und was würde passieren, wenn sie einfach weiterginge? Sie schüttelte den Kopf, um diese lästigen Gedanken zu verscheuchen. Sie Leckte sich das Brustfell, und stand dann wieder Auf. Sie atmete tief ein, bevor sie weiterging. Nur wenig später erreichte sie den stärksten Geruchspunkt. Sie stand vor einem Gebüsch.

Der Geruch ist leicht verändert. Ist dies wirklich die Gruppe, die ich zu erst Roch? Oder erwartet mich auf der anderen Seite eine Andere?

Die dunkle Wölfin trat aus einem engen Gebüsch hervor. Sie hatte volle Kraft, und Ihre Augen leuchteten. Sie machte nicht den Eindruck einer Gebrochenen Wölfin, wie sie es innerlich war. Innerlich waren ihre Gefühle Durcheinander, sie war Aufgeregt und hatte gleichzeitig angst. Ihr Blick, der Sommer Grünen Augen traf die Honiggelben Augen eines jungen Rüdens, welcher aber schon recht Groß gewachsen war. Nun gut, gegenüber der 68cm kleinen Wölfin wirkte wohl jeder Groß. Doch sie wirkte nicht Klein. Keinesfalls. Kurz Schlich ihr Blick, ohne den Kopf zu Bewegen zu einer Weißen Fähe, die Zähne fletschend da stand. Sie war Herausfordernd, doch Yaeka Störte dies nicht im Geringsten. Ein leichter Wind wehte vorbei, und zauste leicht ihr Schwarz-graues Fell. Mit langsamen, federnden Schritten trat sie langsam zur Gruppe näher, doch mit einem Sicheren Abstand. In ihren Augen konnte man Friedlichkeit, und sogar ein wenig Freundlichkeit Deuten. Ihr längerer Schweif wippte leicht und Entspannt von einer- zur anderen Seite hin und her. Ihr Blick traf den eines Dunklen Rüdens. Sie sah in den Himmel, und roch.

Das hier scheint die Gruppe zu sein, die ich gerochen habe.

Sie blieb weniger Meter von der Gruppe entfernt stehen. Ihr Ohr zuckte, und sie schien zu warten. Sie wartete auf eine Reaktion. Sie war nie die erste, die Anfing. Nie tat sie den ersten schritt. Das war ihr auch bewusst.

[Bei Cherahn, Keanu und co, Wartet auf Reaktion, Freundlich-Friedliches Gefühl (2256 Zeichen, 399 Wörter]


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Kein Gewissen - Nichts zu Verlieren



- Vergiss niemals wer du bist -
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LEITWOLF DES NORDRUDELS
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Viele Schicksale musste Kosakan im letzten Jahr als Leitwolf des Nordrudels ertragen und doch hat er seine Standhaftigkeit noch immer nicht verloren. Der vierjährige Rüde sieht sich nicht nur als bloßer Anführer, sondern auch als Freund des Rudels und stellt das Wohl der Gemeinschaft weit über sein eigenes.


Kosakan - Raigho






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Di 23 Apr - 10:07

Er wurde das Gefühl nicht los, dass sich der Blick des fremden Rüden fest in seine Schultern bohrte. Sein Rückenfell zuckte, die Nackenhaare hatten sich leicht aufgestellt und ihm war etwas unwohl zumute. Kosakan war nicht darauf aus sich in einen Kampf verwickeln zu lassen, doch genau dies lag in der Luft – oder bildete er sich das ein? Etwas hatte den Leitwolf verändert. Er war nicht besonders froh über fremde Gesellschaft und hatte ein Misstrauen entwickelt, welches er zuvor nicht gehabt hatte. Jede einzelne Bewegung eines jeden Rüden analysierte er genau, versuchte zu erkennen was der andere zu verbergen versuchte. Wollte Kosakan das Rudel einfach nur schützen oder war es, da die Ranz bald anstand? Am Liebsten wäre er Tokala nicht von der Seite gewichen. Nun fragte er sich ob es ihr gut ging und ob es nicht doch töricht war sie dorthin zu schicken, wo fremde Wölfe auf sie warteten. Nur der Gedanke an Tuarok, der bei ihr war, ließ ihn erleichtern. Er war ein würdiger Betawolf.

Kosakans Blick glitt kurz zu Nasdar, der ihn in schwachen Zeiten immer an seine ehemalige Gefährtin Arlyeh erinnerte. Er hatte das selbe schwarze Fell wie sie und irgendwo auch die selben Gesichtszüge. Aus dem Augenwinkel heraus hätte er wahrhaft Arlyeh sein können.
Nasdar sprach klug und erkannte, was auch Kosakan selbst befürchtet hatte. Etwas führte der fremde Rüde im Schilde, das konnte er fast in der Luft schmecken. Doch waren die Bestrebungen des Fremden wirklich so offensichtlich? Oder hatte er einfach nur Scheu vor dem Rudel gehabt? Nie den Mut gefunden ihm zu begegnen, sondern sich lieber finden zu lassen? Manche Wölfe waren so. War denn auch der Fremde so? Oder machte Kosakan allein die Größe der Pfotenabdrücke zweifelnd? Ein so großer Rüde, dazu ein Fremder, der einfach nur Furcht hatte? Nein, das passte nicht. Dann hätte er auch nicht dieses seltsame Gefühl des Misstrauens.

"Egal was passiert Nasdar, ich vertraue in deine Loyalität."

Der Fremde hatte die Gabe gehabt sich hinter den Luftverwirbelungen und dem Schnee zu verstecken. Kosakan hatte ihn selbst nicht gewittert, doch plötzlich stieß der Duft wie ein Schlag in seine empfindliche Nase, noch bevor er sich zeigte und machte deutlich wie gerissen der Fremde doch war. Kosakan sah ihn nicht, nein, er hörte nur seine Worte. Und er wusste seinen Namen.
Der Leitwolf hatte keine Ahnung was ihn mehr überraschte. Etwa, dass der Fremde dort auftauchte wo er ihn gerade nicht vermutet hatte oder die Tatsache, dass er scheibar gut informiert war. Ein Fremder der seinen Namen aussprach, kannte ihn entweder nur von Erzählungen anderer oder da er schon länger unbemerkt in seinem Revier herumlungerte. Es fiel ihm schwer seine Überraschung zu verbergen und sich so zu präsentieren, dass er wie ein Anführer schien, aber nicht überheblich wirkte. Es macht ihn ehrlich zu schaffen, dass er so überrumpelt wurde – von einem Fremden, der sich nun blicken ließ. In Statur und Erhabenheit ebenbürtig, im selben Alter, im selben Pelz. Mit größeren Pfoten und einem kühnen Blick. Kosakans erster Gedanke war, dass er froh darüber war einem sterblichen Wolf zu begegnen und nicht diesem Rüdenmonster, das er sich zuerst erschaffen hatte. Sein zweiter Gedanke war, dass er gewinnen könnte, wenn er sich schlau anstellte, sollte es zu einem Kampf kommen. Der dritte Gedanke galt Tokala, die er um jeden Preis beschützen wollte – und seine Ehre als Anführer eines Rudels. Der vierte Gedanke war, dass er diesen Rüden nicht in seinem Rudel wollte, denn er strahlte etwas aus was ihm nicht gefiel. Und der letzte Gedanke war, dass es ihm missfiel, dass der Fremde seinen Namen kannte aber nicht umgekehrt.

Kosakans Befinden wandelte sich von Überraschung in leichte Ärgernis. Er war wütend auf sich selbst aber auch über die Unverschämtheit des Fremden so stolz und selbstsicher vor seinen Pfoten aufzutauchen und seinen Namen zu kennen. Diese Tatsache wäre nicht so schlimm gewesen, wäre er alleine, doch hinter ihm verweilten noch immer Nasdar und Ivory. Es gab nun Zeugen, die zeuge von dem waren, wie der Fremde mit seiner bloßen Awesenheit und einer simplen Begrüßung einen Leitwolf fast in die Knie zwang. Kosakan wusste, dass er stark bleiben musste, damit kein Unglück geschah.

Fast so als sei es selbstverständlich, dass jeder fremde Wolf seinen Namen weiß, schnippte Kosakan mit seinen Ohren, die aufmerksam nach vorn gerichtet waren und blickte seinem Gegenüber fest in die Augen.

"Ich grüße DICH" erwiderte Kosakan freundlich, konnte sich aber ein scharfen Unterton nicht verkneifen. Seine Körperhaltung war nun wieder entspannter als zuvor und die Rute war nur leicht angehoben. "Du treibst dich schon länger hier herum, Fremder. Was ist der Grund für deine Anwesenheit? Hunger? Der einsame Winter? Das Rudel?"

Seine letzte Vermutung sprach er mit Bedacht aus. War das Rudel Ziel oder Begierde des Fremden? Was trieb er für merkwürdige Spielchen? Vertrauen oder Misstrauen? Noch tendierte Kosakan dazu ihn beim kleinsten Fehltritt fortzujagen, gleichsam aber hegte er Interesse an den Rüden. Vielleicht war er sogar ein Gesandter des Südrudels. Vielleicht sollte er das Spielchen einfach mitspielen. Solange das Rudel nicht gefährdet wird. Und seine Position als Leitwolf.

[bei Nasdar und Ivory / reagiert auf Lounel]


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HABT EIN LETZTES MAL VERTRAUEN
es wird einmal zu schön um wahr zu sein, habt ein letztes mal vertrauen
das hier und heute ist dann längst vorbei wie ein böser alter traum


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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Fr 26 Apr - 11:17

Oh' diese fremden Augen schienen Nasdar förmlich zu provozieren, als sie hell leuchtend aus dem Schnee heraustraten und um die drei Gestalten glitten. Im Rahmen der Sicherheit trat der Rüde einen weiteren Schritt nach vorne. Es war kein Betawolf in der Nähe seines Freundes und Alphas, doch Nasdar sah das Rudel als seine Familie an und immer noch als das Erbe seiner Vorfahren. Kein anderer sollte jemals die Leitung übernehmen als Kosakan selbst, oder die Nachfahren seiner Schwester. Sein Haupt senkte sich ein wenig, während seine hellen Augen aus dem pechschwarzen Fell leuchteten. An dieser Sache war förmlich etwas faul gewesen und schon alleine diese perfide Art der Freundlichkeit seines neuen Gegenübers, macht den Rüden stutzig.

''Für diese gebe ich dir auch mein Wort.'', fügte er kurz zu Kosakans Gesagtem an und summte mit leisen Worten ein Versprechen. ''Im Namen Arlyehs...''
-Was ging hier nur vor sich?

Der Bruder der toten Leitwölfin versuchte sich schon alleine im Rahmen seiner Gestiken an Kosakans Haltungen anzupassen. Seine Rute erstarrte nicht allzu weit oben, auch wenn seine Empfindungen gerne mehr zugelassen hätten. Aber vielleicht verfolgte der Melierte sogar wirklich andere Absichten? Doch eine einfache Durchreise blieb schon aufgrund seines langen Versteckspieles ausgeschlossen.

Er hatte was anderes vor und es ließ den Schwarzen innerlich schlucken, als er den Namen seines Alphas auf fremden Zungen hörte. Er kannte Kosakan? Er kannte die Ehre die in seinem Namen inne gehalten wurde? Der Blick des ehemaligen Betas verfinsterte sich bei dieser schier tapferen Aussage des Rüden. Na der traute sich doch was.
Nasdar rümpfte seine Schnauze, ließ dabei die dünnen Tasthaare zucken und schnupperte an dem Odeur, welches der Wind von Pfoten und Rute des Fremden trug. Bestialischer Geruch nach Meuchler und noch besser war es, wie er seine Aussagen mit gierigen Augen unterstrich.

Es machte den Wolf fast schon blind, dass es einer wagte sich mit solchen Respektlosigkeiten in die Nähe des Barones traute und seinen Namen auf tropfender Zunge sprach. All dies nachdem er sich so lange in dessen Revier aufgehalten hatte. Nasdars Rute zuckte für ein weiteres nach oben und winkelte sich leicht an, während sein rechtes Ohr kurz zuckte. Er verriet sich-ungewollt. Seine Nervosität reflektierte er nach außen und sein Zorn spiegelte er in seiner ganzen Haltung. Er sollte entspannter werden, doch seine Sorgen um das Wohl des Rudels und das Vorhaben sowie Entscheidungen des Fremden spannten ihn in sein stures und verkrampftes Verhalten ein. Wenn Kosakan das Rudel verlieren würde, so auch noch vieles mehr. Nasdar selbst würde diesen Schlag nicht noch auch verkraften...

Nun etwas ruhiger hob der Hüne seinen Kopf wieder nach oben, doch er ließ den Augenkontakt nicht unterbrechen. Es wäre nur zu fatal gewesen. Aber Kosakan behielt Ruhe. Zumindest hatte seinen Stimme den Anklang nach Beherrschung, wenn auch einem Verrat mit der Ähnlichkeit Nasdars Gedanken, was dem Wolf schon besser gefiel. Aber nun gut. Hier durfte der sonst so Stille sich nicht in den Schleier des Schweigens einmanteln. Hier musste er sprechen und den alten Wolf zeigen, der einst noch in Nasdar die Schläge des Herzens angegeben hatte.

''Fremder.'' Er pausierte.''Fremder ist gut gesagt.'', spitzte er dann schleichend nach. ''Wie lautet dein Name. Im Gegensatz zu dir, besitze ich keine Vögel die darüber reden.'' Schon alleine von seiner Wortwahl heraus, mochte dieser Satz vielleicht weniger von Geduld und Friede zeugen, als die Worte seines Alphas. Jedoch verwahrte sich Nasdar mit Bedacht und einer ruhigen Tonlage. Noch schienen die Absichten des Fremden nicht beurteilt und bewiesen - aber die Vermutungen darauf standen hoch. Leider.

[Lounel und Kosakan (Ivory) - nimmt Lounel wahr und spricht]


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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Sa 27 Apr - 6:21

Schnell bemerkte der Rüde, dass Cherahn Recht hatte. Den Jungwölfen standen zwei Fremde Wölfe gegenüber. Eine Fähe, die wohl alles andere als gutgesinnt war, und eine, die recht gutgesinnt schien. Es war weder Keanus Art noch seine Aufgabe, aber er unterstützte seinen Bruder, schritt voran und stellte sich neben seinen schwarzen Bruder. Langsam schnippten die Ohren nach vorne und auch sein Fell sträubte sich. Keanu demonstriert sehr selten seine Dominanz, aber hier geht es um das Revier und Wohlehrgehen seiner Familie. Da wird selbst der friedfertige und harmoniebedürfte Rüde dominant. Zumal die fremde weiße Fähe sich nicht sonderlich friedlich in das Revier des Nordrudels gewagt hatte und auch den Nordwölfen nicht sonderlich friedlich entgegenkam. Keanu hob seinen Kopf und blickte sowohl in die braunen Augen der Weißen als in die stechend grünen der anderen Fähe. Der braune Mischlingsrüde hoffte, dass es nicht zu einem Kampf kommen würde, wobei die Chancen der beiden Jungwölfe – ob mit oder ohne Hilfe ihrer Großeltern – sehr gute Chancen hatten. Die schwarz-graue Fähe war recht klein im Gegensatz zu den gleichgroßen Brüdern, die andere Fähe war schon am Ende ihrer Kräfte und würde sich selbst nur im Wege stehen in einem Kampf. Abgeschätzt konnte der Nordwolf also behaupten, dass es durchaus machbar für die Brüder war ihr Revier zu verteidigen. Jedoch wollte Keanu daran nicht weiter denken. Er hasste, nein, er verabscheute Kämpfe und alles was damit annähernd zu tun hat.

Keanu würde das tun, was sein Bruder von ihm verlangte. Er würde kämpfen, er würde ihn unterstützen, er würde das tun, was Cherahn erwarten würde. Doch das Sprechen überließ er vorerst seinem Bruder. Er hatte keinerlei Erfahrung mit Fremdlingen dieser Art gemacht und würde seinen Bruder demnach erst einmal nur nachahmen. Vielleicht reichte ja der bedrohlich-dominante Ausdruck der Brüder aus? Keanu hoffte inständig auf eine friedliche Lösung. Soviel zum Thema Familienzeit. Die beiden Fähen schafften es tatsächlich, dass der gutgelaunte, freundliche Keanu eine schlechte Laune bekam und sich entgegen seiner harmoniebedürftigen Art verhielt. Grandios, darauf konnten sie sich beinahe etwas einbilden, wäre sie nicht gerade auf der Liste der äußerst unsympathischen Wölfe des Rüden gelandet.

[bei Cherahn, Yaeka, Cataléya, Chagon, Dakuma & Kayra // unterstützt seinen Bruder, zeigt dominantes Verhalten der Fremden]

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Die <b>Fähe</b> gehört zu den Nordrudel und ist stolze<b> Sieben Jahre</b> alt.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Sa 27 Apr - 8:02

Cataléya

BEI CHERAN; KEANU; YAEKA;CHAGON;DAKUMA;KAYRA



".. Nicht aufgeben! ..ich werde niemals Aufgeben!"


Innerlich wusste die weiße Fähe, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen konnte. Durch die vielen Erfahrungen mit Wölfe, bemerkte die Weiße, dass die beiden Rüden die vor ihr stand nicht mal ein Jahr alt waren. Sie hatten keinesfalls so viel Erfahrung wie Catalêya in einem Kampf. Jede Sekunde wurde diese angespannte Situation merkwürdiger. Für Momente schloss Cataléya ihre brauen Augen. Kein Ziel. Keine Idee. Keine Kraft. Dann kroch die Stimme des Schwarzen Rüden in ihre Ohren. Ihre Augen öffneten sich und sie sah auf ihn. Selbst ihr offensichtliches Desinteresse an dieser Unterhaltung schien ihn nicht zu kümmern.

"Ich bin Cataléya und du? Ich bin hier - weil ich hier sein will. Man hat nicht auf alles eine Antwort. Ich hab mein Rudel verlassen und nun kam ich hier her. Und nun frag nicht wieso ich es verlassen habe. Die Antwort ist sehr leicht; weil ich mich dort nicht Wohlgefühlt hab."

In der Hoffnung, dass der Kleine keine Fragen mehr stellen würde, tapste sie einige Schritte auf die beiden zu. Ihre Haltung beruhigte sich und sanft strich ihr Atem aus ihrer Lunge, in die Kühle. Das Wedeln der Rute sparte sie sich und sollten die beiden auch nicht erwarten. Könnte es vielleicht Möglichsein, hier ins Rudel aufgenommen zu werden? Langsam neigte die Wölfin den Kopf und ließ die Nase wenige Zentimeter über den Boden schweben. Zuckend nahmen ihre Nasenlöchern die Gerüche auf den Boden wahr und sortiere diese ein. Sie zeigte den Wölfen, dass sie kein Blutbad beginnen wird.







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JUNGWOLF DES NORDRUDELS
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Cherahn ist ein Rüde und gerade einmal 8 Monate alt. Mit einer Größe von 84 cm ist der Mischling kein kleiner Wolf mehr. Sein Vater ist Kosakan. Daher ist Cherahn ebenfalls ein stolzes Mitglied des Nordrudels. Cherahn ist ein liebevoller, führsorglicher und Vertrauensvoller Wolf. Für ihn steht das Rudel an erster Stelle.

- Rotkäppchenbeißer!

# Cherahns Steckbrief






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 6 Mai - 1:22

Das Verhalten war so unterschiedlich wie es nur sein konnte. Die weiße Fähe war in einer Angriffsstellung, die graue war so wie es schien sehr friedlich. Doch das Misstrauen des schwarzen Rüdens war nicht ganz falsch. Denn wieso waren plötzlich zwei Fähen zur gleichen Zeit am selben Ort? War es möglicherweise ein gut geplanter und durchdachter Angriff auf das Rudel? Das konnten wohl nur die beiden Wissen. Für Cherahn aber stand fest, er würde sein Misstrauen unter keinen Umständen ablegen! Während sich Cherahn um die beiden Fremden sorgte hoffte er doch das sein Bruder ihn unterstützen würde. Denn allein würde er es nicht schaffen, doch Cherahn weiß, auf seinen Bruder war immer verlass also würde er nicht seine Meinung in ein paar Sekunden ändern. Die dunkle der beiden war eher die gutgesinnte, das schien Cherahn auch zu spüren, bei der weißen Fähe jedoch war er sich nicht sicher. Die Entscheidung die ihm auf den Schultern lag würde niemand ihm abnehmen können. Cherahn hatte Angst, angst davor ihnen zu sagen das sie bleiben können und das Rudel attackieren würden, aber auch angst das Kosakan mit den beiden überhaupt nicht einverstanden war. Sie wegzuschicken könnte aber ebenso fatal sein. Es gab also kein Richtig oder Falsch. Nicht in diesem Moment. Der Ausgang hier war noch völlig offen, es hing einfach von den beiden ab wie sie sich gaben. Cherahn hatte sich nicht getäuscht. Keanu, sein Bruder stellte sich neben ihn. Wie Dankbar Cherahn seinem Bruder war konnte Kenau sicher nicht fassen, aber im Moment konnte er nicht mehr machen als ein freundliches Nicken an seinen Bruder weiter zu geben und zu hoffen, das er verstand. Einen Kampf wollte der schwarze nun nicht unbedingt haben, jedoch würde er sich auch nicht scheuen. Was die weiße Fähe auf seine Antwort antwortete war mehr als genug um eine Ahnung zu haben warum sie das Rudel verlassen hatte. Doch das machte die Sache ganz und gar nicht besser. Sein Misstrauen wuchs eher.

,, Dann solltest du Wissen, Cataléya, das dies das Revier des Nordrudels ist. Wie man erkennen kann, sind wir längst nicht vollzählig. Aber nun frage ich dich, was sind deine Absichten die dich zu uns geführt haben?''


Fragte der schwarze nun ruhiger aber dennoch mit scharfer Zunge. Seine Sorgen waren längst nich vergessen, aber anmerken lässt der Rüde sich nichts. Wer war überhaupt die andere graue Fremde? Von Anfang an war sie eher die ruhigere und eine über die sich der Schwarze nicht so viele Sorgen machte. Doch wer war sie? Das würde er hinterfragen. Seine Körperhaltung entspannte sich immer mehr, trotzdem war er für alles bereit.

,, Dürfte ich dich nach deinem Namen fragen, Fremde?''


Vorsichtig aber dennoch bestimmt fragte er die dunkle und hoffte auf eine Antwort. Was Cherahn dann mit ihnen machen würde steht noch in den Sternen die sich noch längst nicht Blicken lassen werden.

(( Cata, Keanu, Yaeka ( Chagon, Dakuma, Kayra ) ))


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RUDELWOLF DES NORDRUDELS
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Die Suchende Wölfin , die beim Namen Yaeka benannt ist. Sie durchleben bereits 4 Jahre der Trauer, Der Gewalt, des Unrechts und der Verwirrung. Sie hofft innständig auf ein neues Jahr, das ihr Freude und Glück bringen kann. Sie ist auf der Suche nach der Freiheit und der Geborgenheit, die ihr nur ein Rudel geben kann.






BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Do 9 Mai - 21:52

Yaeka stand weiterhin unverändert da. Sie war sich bei der Weißen Wölfin nicht sicher, ob sie nur verwirrt, oder aggressiv war.

Was ist mit ihr?

Ein wenig sah die weiße Wölfin so aus, wie yaeka sich gerade innerlich fühlte. Obwohl, nicht ganz. Yaeka war von einer Stille umhüllt, die sehr friedlich war.

Ihre Ohren zuckten, als der dunkle Rüde zu sprechen begann. Aufmerksam hörte sie zu. Yaeka, die graue Fremde, sah zu Cherahn. Sie bemerkte einen leichten Geruch, und ihre Augen verrieten, dass sie etwas spürte. Als Cherahn sie nach ihren Namen fragte, sah sie zu ihm. Ihr Blick war nicht mehr so leicht zu Deuten wie vorher. Ein Sonnenstrahl, der es, wenn auch nur für ein paar kleine Sekunden, durch die Wolkendecke geschafft hatte, ließ ihre Augen Leuchten, als sie, einen Schritt auf Cherahn zukommend, zu Sprechen begann.

"Ich denke eher, dass ich mich erst einmal entschuldigen sollte, dass ich in das Revier des euren eingedrungen bin.Ich habe euren Geruch zwar bemerkt, war mich allerdings nicht sicher, ob dies wirklich Markierungen eines Rudels waren."

Der Sonnenstrahl, der ihre Augen in ein Gelb-Grünes Licht getaucht hatte, verschwand wieder, und ihre Augen besaßen wieder ein Sommer-Grün,welches nun mehr Grün war, als Gelb. Ihre Stimme war recht jung, und im Allgemeinen machte sie auch einen Jungen Eindruck. Ihre Stimme war nicht bittend. Sie war sanft, aber würdevoll. Sie war sich keiner Schuld bewusst, musste sich nicht rechtfertigen. Tat es jedoch, denn sie wollte nicht wie ein dahergelaufener Streuner wirken, der nicht wusste wohin mit sich selbst.
Sie senkte kurz den Kopf zu einem würdevollen Entschuldigen. Sie schämte sich nicht.

"Meinen Namen wollt ihr Erfahren?"

Sie sah Cherahn in die Augen.

"Mein Name lautet Ya."

Hob sie an. Sie brach abrupt ab, als man ein leises, kaum hörbares Trappeln vernahm. Sie wusste nicht, ob nur sie es gehört hatte. Sicher war, dass hier etwas war. Und es schien direkt auf sie zuzukommen. Ihre Muskeln spannten sich langsam und kaum erkennbar an, ihre Rute begann leicht hin und her zu schwanken, als ihr der Geruch in die Nase stieg, den sie schon so lange nicht mehr vernommen hatte. Ihre Pfoten waren bereit. Bereit um den Grau-Schwarzen, leichten Körper zu tragen. Sie hatte keine Angriffsstellung. Nicht im geringsten. Ihr Kopf zeigte zur Geräuschquelle. Ihr Körper war lediglich bereit, loszuschnellen, falls es sich als etwas anderes, womöglich eine Falle, was sie aber nicht Erwartete, herausstellen würde. Sie wusste nichts über diese Wölfe. Sie sah Cherahn in die Blass-Blauen Augen.

Ich weiß nichts über dich. Und trotzdem; ich werde dieses Tier nicht einfach vorbeiziehen lassen. Ich werde es Jagen, ob mit dir, oder nicht.

Wer war dieser Wolf? Nun er schien lockerer zu sein als der Wildfarbene, wenn man auch ihm eine Leichte Spannung anmerken konnte. Der Wildfarbene schien lediglich nicht gerade erfreut über den plötzlichen Besuch der beiden Wölfinnen. Doch Yaeka war nicht angespannt. Sie wartete. Wie so oft.

Ich Kopf drehte sich wieder zum Geräusch, das nun deutlich zu vernehmen war. Erwartungsvoll kratzte ihre zierliche Pfote den Boden. Sie war bereit. Doch waren die anderen es auch? Sie würden zusammenhalten müssen, um dieses Tier zu erlegen. Doch selbst wenn die anderen es nicht taten; sie würde trotzdem nicht stehen bleiben.

Ich habe mich einmal zu viel auf ein Rudel verlassen. Mein Vertrauen zu einer Gruppe ist gebrochen. Werde ich mit diesen Fremden Wölfen zusammenhalten können? Werde ich es jeh wieder mit irgendjemand anderem können? Es kann nur die Zeit zeigen..

Nachdenklich stand sie nun da. Nachdenklich stand sie nun da. Es würde schwer werden sich wieder auf andere verlassen zu können, das wusste sie selbst. Doch jetzt war dies nicht wichtig. Was würden sie tun? Wenn sie überhaupt etwas taten.

[bei Cherahn, Keanu und Co./Hat Elch bemerkt/Erwartungsvoll gegenüber Cherahn&Keanu]


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Kein Gewissen - Nichts zu Verlieren



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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mo 13 Mai - 2:45

Stolz vernahm der Rüde das Nicken seines Bruders. Er wollte nie eine Führungsposition. Es war von Anfang an klar und auch vollkommen in Ordnung, dass Cherahn den Platz ihres Vaters einnehmen würde. Und doch war der ruhige Rüde erfreut darüber, dass er seinem Bruder helfen konnte. In ihm selbst waren Zweifel über jenes Handeln gekeimt, aber scheinbar hatte er instinktiv richtig gehandelt. Doch die Situation entspannte sich schnell. Merkwürdigerweise etwas zu schnell.
Keanu wusste nicht, ob er Mitleid empfinden sollte oder nicht. Die Weiße erschien dem Jungwolf sehr verzweifelt und vielleicht gar ein wenig verwirrt, wenn nicht sogar irre. Ihr Verhalten war dermaßen merkwürdig, dass Keanu nicht wusste, wie er sich nun verhalten sollte. Er entschloss sich dazu, ebenfalls die aggressiven Adern erschlaffen zu lassen. Er kehrte in eine entspannte Körperhaltung zurück, machte sich jedoch darauf gefasst, dass die Weiße in jedem Moment ihre Meinung ändern könnte.

“Erst macht sie auf dicke Hose und dann ertränkt sie sich in Selbstmitleid. Merkwürdig.“

Keanu ließ seinen Bruder reden. Er würde wissen, was zu tun – oder zu sagen war. Er fand es zwar merkwürdig, dass er der Weißen nicht seinen Namen verriet, aber vermutlich war das bei ihren Stimmungsschwankungen auch richtig. Keanu selbst wäre zu naiv für so etwas. Er hätte der weißen Fähe blind seinen Namen genannt und sich damit eventuell selbst ans Messer geliefert. Und doch meldete sich das Helfersyndrom in Keanu. Irgendetwas in ihm verriet ihm, dass die Weiße nicht grundlos aggressiv war oder möglicherweise noch ist. Sie schien nicht ganz bei sich. Vielleicht brauchte sie Hilfe. Aber brauchte sie KEANUs Hilfe? Die eines Jungwolfes? Keanu war sich dem nicht so sicher, aber er würde dem nachgehen, sobald sich die Situation dazu ergeben würde.
Und die Silbergraue? Warum sagte sie nichts? Nachdem Cherahn sie nach ihrem Name frug, ertönte ihre Stimme zum ersten Mal für die Ohren des Jungwolfes. Wie? Ja? Ihr Name war JA? Dem musste man auch nochmal nachgehen, beschloss der Wildfarbene. Aber alles nach einander. Das musste in Ruhe geklärt werden. Gerade war die Situation dafür ein wenig… angespannt. Auch wenn Keanu unendlich dankbar war, dass es nicht zum Kampf gekommen war. Dass sie sich letztlich doch einigermaßen friedlich entgegentreten konnten, lag nur im Interesse des Jungwolfs. Zumindest schien es vorerst so zu bleiben.

Keanus Ohren zuckten. Ein leises Traben. Und dann wurde es immer lauter. Und lauter. Bis Keanus Blick zum Boden wanderte. Er spürte den boden vibrieren. Keanus Jagdinstinkte waren gut und überhaupt hatte er ausgeprägte Instinkte, aber irgendwie was gerade etwas anders. Er wusste nicht, was, aber dies war kein „normales“ Wild. Es gab irgendetwas an der Situation, was den Rüden beunruhigte. Er sah zu Ya. Auch sie schien es zu merken, aber Keanu konnte ihrer Haltung keine Zweifel oder Unsicherheit entnehmen. Aus einem Trab wurde ein Galopp. Ein Stampfen. Keanu sah beunruhigt zu seinem Bruder. Es kam direkt auf sie zu. Noch sah Keanu kein Wild, aber das würde sich schnell ändern.

„Che…“, flüsterte der Rüde beunruhigt zu seinem Bruder mit einem Blick zum Boden, um ihn auf das Vibrieren aufmerksam zu machen, falls er es selbst noch nicht gemerkt hat.

[Cata, Yaeka, Cherahn (Chagon, Dakuma & Kayra in der Nähe); beobachtet die Situation ; bemerkt das Stampfen des Elches, macht seinen Bruder auf vibrierenden Boden aufmerksam]

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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mi 22 Mai - 5:28

Cataléya

BEI CHERAN; KEANU; YAEKA;



...."» Warum sind wir nur so verdammt stur ?!"


Jede Reise in die Vergangenheit, wird erschwert durch Selbsttäuschung, falsche Erinnerungen - falsche Namen für tatsächliche Ergeinisse. Denn eines kann selbst Gott nicht, Dinge die geschehen sind, ungeschehen machen. Die Stärke eines Tieres liegt nicht nur an seinen Muskeln, sonder auch in seinen Charakter. Jeder hat seine Macken, jeder hat seine eigne Züge von denen er sich von den Anderen unterscheiden lässt und jeder tickt bei manchen Situationen anders. Woher kommt diese Kraft, dieser Wille zu leben, obwohl sie bereits alles verloren hat? Welche Kraft bewahrt die Mauer in ihren Inneren vor dem Einsturz? Wie hat man sich ein Wesen vorzustellen, dem selbst bewusst ist, dass es kein Zuhause hat?

Die Weiße wusste, dass ihr Verhalten die anderen Merkwürdig schien. Nur sie war verwirrt und stark geschwächt. Sie war sich noch nicht Sicher ob sie Cherahn sie ins Rudel lassen würde. Allgemeine schon - da sie nicht gerade freundlich gegenüber die beiden Jungwölfe war. Langsam ließ sie aber ihren Kopf senken und unterwarf sich den beiden leicht. Sie versuchte Cherahn darüber zu überzeugen, das sie keinen Kampf wollte und auch nichts hinterhältiges vor hatte.

"Ich bin hier - weil ich zu euch ins Rudel wollte. Ein neues Leben anfangen. Ich verspreche dir; Ich werde das Rudel verteidigen bis mene Muskeln versagen."


Die Weiße sah auf die graue und musterte sie kurz. Sie schien nicht gefährlich zu sein - noch nicht. Ihr Name war "Ya". Cataléya traute die graue nicht ganz. Wer nennt jemanden schon "Ya?" Aber na gut, sie wurde mal so tun als wurde sie es ihr abkaufen. Als sie mitbekam wie unruhige die graue und der wildfarbene wurde, erhob sich die Weiße vorsichtig und sah sich um. Das war doch nicht die normale Lautstärke eines Beutetieres. Sie drehte sich um und sah in die Richtung woher das Geräusch kam.




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BeitragThema: Re: ZWEITES KAPITEL - FEBRUAR   Mi 22 Mai - 7:01

Nach dem kurzen Gespräch der drei Wölfe fiel jeder von ihnen wieder in den gleichen Trott zurück, in dem sie zuvor waren. Tokala war auf einem gemütlichen Spaziergang durch die nördlichen Lande Kamcatkas, Shiki Aveon tollte durch die Gegend, landete nach kurzer Zeit in einem Schneeloch und wurde von den beiden älteren mit schief gelegten Köpfen angesehen, als er mit einem Haufen Schnee auf dem Kopf wieder auftauchte und Tuarok lies seine Gedanken über Dingen kreisen, die in wieder und wieder zum grinsen brachten. Er dachte an Hasen, an Fische und an Vögel, er überlegte ob Wölfe einst fliegen konnten und ob Vögel es irgendwann verlernen würden, er dachte an das Südrudel, an seine Eltern, an Wallace, von dem er damals heil den Winter gebracht wurden, an seine Gefährtin Shilareyn, an Ardarzar, und an seinen Weg in den Norden. Während die drei der Fährte der Fremden folgten fanden sie einen Elchkadaver, an dem sie sich labten und stießen später auf eine Lichtung, auf der sie für einen Moment ausruhten. Alles in allem schien es so als hätten sie ihr Ziel wieder aus den Augen verloren, denn sie kamen nur so langsam voran, dass die Nacht bereits hereinbrach, lange bevor die Fremden in Sichtweite gekommen wären. Sie beschlossen also, zu rasten und die Suche bei Sonnenaufgang fortzusetzen.

Die Nacht war vergangen und Tokala, Shiki Aveon und Tuarok standen im Schnee, zwischen den kahlen Bäumen, die im morgendlichen Licht sanfte Schatten warfen. Mit befangen Blicken schauten sie sich um, witterten, sogen wieder und wieder die kalte Luft in ihre Lungen, doch wie sehr sie es auch versuchten, die Fährte, der sich am Vortag gefolgt waren, war nicht mehr aufzufinden. Tuarok schloss ein letztes mal die Augen, hielt seine Nase gen Himmel und atmete tief ein. Nach und nach ging er alle Gerüche durch: Da waren Birken, Eichen, Tannen und Fichten, einige Mäuse, zwei Hasen und der Elchkadaver über den sie am gestrigen Tage gestolpert waren. Der Wind hatte sich gedreht und die Gerüche der Fremden fort getragen, von ihnen fehlte jede Spur. Eine Weile lang überlegten die Wölfe, was sie nun tun sollten und fassten schließlich den Entschluss, zum Rudel zurückzukehren. Wohlmöglich hätten die Eindringlinge ja kehrt gemacht. Also schlängelten sich die Drei zurück durch die Bäume, überquerten erneut die Lichtung, gingen am toten Elch und am Schneeloch vorbei, bis sie nach einem halben Tagesmarsch in ein Waltstück kamen, das gar nicht mal so weit von Kosakans Aufenthaltsort entfernt war.

Inzwischen war es Nachmittag und der Wald lichtete sich allmählich, sodass man durch die Stämmen hindurch recht weit sehen konnte. Eine sanfte Briese wehte den Dreien entgegen und strich durch ihr Fell und abgesehen von ihren Schritten und dem leisen Pfeifen des Windes war kaum ein Geräusch zu vernehmen. Unerwartet verlangsamte Tokala ihr Schritte und blieb schließlich stehen, um zu wittern. "Wir sind nicht allein", sprach sie dann, den Blick suchend nach vorne gerichtet, "Eine Fähe." Auch die anderen schauten sich um und es dauerte nicht lange, bis sie fündig wurden. Dort hinten bewegte sich etwas weißes zwischen den Bäumen.

[Tokala, Shiki Aveon und Tuarok verlieren die Fährte von Charandur, Baél und Taryn / machen sich auf den Rückweg zum Rudel / treffen auf Yuin Sawee]


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